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Antiquitäten Wien

Textilien, Stickerei & Spitze im 7. Bezirk, 1070 Wien

Seide vom Schottenfeld und Stoffe der Wiener Werkstätte aus Neubau

Um 1800 machten Seidenzeugmacher das Schottenfeld zum „Brillantengrund“, ab 1903 entstanden in der Neustiftgasse Stoffe und Mode der Wiener Werkstätte.

Die Seidenweberei, die das Schottenfeld um 1800 wohlhabend machte, endete mit der Mechanisierung, doch ihre Reste tauchen in Haushalten des Bezirks bis heute auf: Seidenproben, Musterkarten, Posamenten und Bänder, manchmal ganze Musterbücher. In den Biedermeierhäusern von Spittelberg und St. Ulrich kommen Stickbilder und Mustertücher hinzu. Garderoben, gekauft bei Herzmansky oder Gerngross, ergänzen das Bild mit Kleidern, Schals und Handtaschen mehrerer Jahrzehnte.

Die Neustiftgasse 32–34 war ab Herbst 1903 Arbeitsort der Wiener Werkstätte. Eduard Josef Wimmer-Wisgrill leitete später die Modeabteilung, Dagobert Peche prägte ab 1915 mit ornamentalen Entwürfen auch Stoffe und Tapeten, und Koloman Moser gehörte bis 1907 zur künstlerischen Leitung. Gedruckte Stoffe der Werkstätte erkennt man oft am Namenszug auf der Webkante. Für die Datierung von Bezugstoffen helfen die Biedermeier-Räume im Möbelmuseum Wien, Andreasgasse.

Bevor Musterkarten und Stoffreste auf dem Straßenflohmarkt in der Neubaugasse landen, lohnt ein Foto der Webkanten: Namenszüge der Wiener Werkstätte, von Backhausen oder Haas verändern die Einschätzung erheblich. Seide bitte nicht bügeln oder waschen. Die kostenlose Besichtigung in Lofts und Werkstatthöfen am Schottenfeld planen wir mit Blick auf Hofdurchfahrten und Stiegen.

Was in Neubau häufig auftaucht

  • Stoffe und Stoffmuster der Wiener Werkstätte – Werkstätten in der Neustiftgasse ab 1903
  • Seidenstoffe, Musterbücher und Posamenten – Erbe der Seidenweberei am Schottenfeld
  • Kleider, Schals und Handtaschen – Garderoben aus den Kaufhäusern an der Mariahilfer Straße

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Soll ich alte Wäsche und Spitze vor dem Verkauf waschen?

Nein. Waschen, Bleichen und Stärken kann alte Fasern beschädigen und Flecken fixieren. Wir bewerten Textilien in ihrem aktuellen Zustand.

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Kaufen Sie auch einfache Bettwäsche und Tischtücher?

Ja, im Konvolut. Leinenwäsche mit Handstickerei, Damastsätze in voller Zahl und Aussteuerwäsche in gutem Zustand bewerten wir einzeln, einfache Baumwollwäsche gemeinsam.

Was ist Wiener Petit Point?

Eine sehr feine Nadelmalerei im Gobelinstich auf Stramin, mit mehreren hundert Stichen pro Quadratzentimeter, oft mit Lupe ausgeführt. Typisch sind Abendtaschen mit Metallbügel, Etuis, Puderdosen und kleine Bilder mit Blumen und Figuren.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.