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Tribal Art & außereuropäische Kunst im 7. Bezirk, 1070 Wien

Tribal Art aus Neubau: Ateliers, Designhaushalte, Expressionismus

Das Leopold Museum zeigt den österreichischen Expressionismus, Ateliers und Designgeschäfte füllen die Höfe am Schottenfeld: In Neubau stehen Masken und Figuren neben Möbeln der Moderne.

Wohnungen in umgebauten Fabriks- und Werkstattgebäuden am Schottenfeld gehören oft Gestaltern, Architekten und Fotografen, die außereuropäische Kunst neben Möbeln der Moderne sammeln: Masken der Dan oder Baule, Kopfstützen, Hocker aus Holz, Figuren aus Neuguinea. In den Vintage- und Designgeschäften der Seitengassen der Neubaugasse wechselt solches Material mitunter den Besitzer. Ältere Haushalte am Spittelberg und in St. Ulrich bewahren dagegen einzelne Stücke, die Vorfahren als Kuriosität oder Reiseandenken mitbrachten.

Im MuseumsQuartier zeigt das Leopold Museum mit der größten Schiele-Sammlung den österreichischen Expressionismus. Dessen deutsche Zeitgenossen der Brücke, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde und Max Pechstein, studierten Objekte aus Afrika und Ozeanien in ethnologischen Museen; Pechstein reiste 1914 nach Palau, Nolde war 1913/14 Teilnehmer einer Expedition nach Neuguinea. Pablo Picasso sah 1907 im Pariser Trocadéro afrikanische Masken. Über diese Künstler kam Stammeskunst in den Blick der Moderne, seither sammeln Liebhaber moderner Kunst auch Masken und Figuren.

Ein alter Sockel kann viel verraten: Sockel aus Pariser Werkstätten wie jener von Kichizô Inagaki, aufgeklebte Sammlungsnummern oder Ausstellungsetiketten verweisen auf frühe Sammlungen. Lösen Sie nichts ab. Für eine erste Einschätzung reichen Fotos aus mehreren Blickwinkeln; der Besichtigungstermin kostet nichts, aus Lofts am Schottenfeld tragen wir über Hof und Stiege. Bei Stücken ohne jede Herkunftsangabe sagen wir offen, was sich belegen lässt.

Was in Neubau häufig auftaucht

  • Masken der Dan und Baule – Sammlungen von Gestaltern und Architekten in Lofts am Schottenfeld
  • Hocker und Kopfstützen aus Holz – Designhaushalte, in denen afrikanische Formen neben Möbeln der Moderne stehen
  • Figuren aus Neuguinea und Melanesien – Sammlerinteresse im Umfeld der Expressionismus-Rezeption

Mit Bezug zu Neubau

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 7. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.

Künstler

4

Epochen & Stile

3

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Tribal Art & außereuropäische Kunst

Kaufen Sie präkolumbische Keramik?

Nur wenn belegt ist, dass die Stücke vor 1970 rechtmäßig aus ihrem Ursprungsland ausgeführt wurden. Fälschungen sind in diesem Gebiet sehr häufig; Thermolumineszenz-Gutachten älterer Sammlungen helfen bei der Einschätzung.

Soll ich eine Figur reinigen oder ölen?

Bitte nicht. Die Oberfläche mit ihrer Patina und eventuellen Opferspuren ist Teil des Objekts und seines Werts. Staub lässt sich später fachgerecht entfernen.

Kaufen Sie auch moderne afrikanische Kunst?

Ja, insbesondere signierte Malerei und Skulptur des 20. Jahrhunderts, etwa aus Tansania, Mosambik, Nigeria oder dem Kongo. Für die Bewertung zählen Künstler, Entstehungszeit und Erhaltung.

Woran erkenne ich eine getragene afrikanische Maske?

An der Innenseite: Dort zeigen getragene Masken dunkle, glatt geriebene Stellen, Schweißspuren und ausgeweitete Befestigungslöcher. Außen sind Kanten und Nase abgegriffen, die Oberfläche ist unregelmäßig. Fotos von innen sind für die Einschätzung unverzichtbar.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.