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Antiquitäten Wien

Asiatika im 7. Bezirk, 1070 Wien

Japonismus in Neubau: Holzschnitte, Färberschablonen, Asiatika

Die Entwerfer der Wiener Werkstätte in der Neustiftgasse studierten japanische Vorbilder. In Neubauer Grafikmappen liegen deshalb Ukiyo-e neben Farbholzschnitten Emil Orliks.

Druckereien, Verlage und Ateliers in den Gewerbehöfen am Schottenfeld hinterlassen Grafikmappen, Plakate und Druckstöcke; dazwischen tauchen mitunter japanische Farbholzschnitte und Katagami auf, die Färberschablonen, nach denen Textilentwerfer um 1900 arbeiteten. In den Lofts und Ateliers von heute stehen dagegen Asiatika, die Designer und Architekten auf Reisen kauften: Teeschalen, Lackdosen, Bambusarbeiten. Am Spittelberg bewahren Biedermeierhäuser ältere Familienbestände, etwa chinesisches Exportporzellan in einer Vitrine.

Die Wiener Werkstätte, deren Werkstätten in der Neustiftgasse lagen, nahm Anregungen aus Japan auf: flächige Muster, Quadratraster, das Verhältnis von Ornament und leerem Grund. Vorbild waren auch die Färberschablonen, die das MAK in großer Zahl sammelte. Emil Orlik, Mitglied der Secession, reiste 1900/01 nach Japan, lernte dort die Holzschnitttechnik und veröffentlichte danach Farbholzschnitte mit japanischen Motiven. Gerade Orliks Blätter werden oft für japanische Originale gehalten; Signatur, Papier und Druckweise klären das.

Ein Holzschnitt der Edo-Zeit trägt Verlegersiegel und oft ein Zensursiegel; Nachdrucke des 20. Jahrhunderts haben andere Papiere und frischere Farben. Fotografieren Sie Vorder- und Rückseite, bei Mappen jedes Blatt einzeln. Werkstattnachlässe in Gewerbehöfen sehen wir vor Ort an, auch wenn der Zugang über eine Hofstiege führt. Nach dem Angebot holen wir die Mappen ab und bezahlen bar oder per Überweisung.

Was in Neubau häufig auftaucht

  • Japanische Farbholzschnitte und Katagami – Grafik- und Werkstattnachlässe in den Gewerbehöfen am Schottenfeld
  • Farbholzschnitte mit japanischen Motiven von Emil Orlik – Mappenwerke aus Ateliers und Verlagen
  • Chinesisches Exportporzellan – Biedermeierhaushalte am Spittelberg

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.

Künstler

3

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Asiatika

Kaufen Sie auch chinesische Möbel und Paravents?

Ja, Hartholzmöbel, Lackmöbel und Koromandel-Paravents. Für die Einschätzung brauchen wir Fotos der Gesamtansicht, der Rückseiten und der Verbindungen, weil Holzart und Bauweise das Alter verraten.

Wie fotografiere ich Porzellan richtig?

Eine Gesamtansicht vor neutralem Hintergrund, dann den Boden mit Marke und Standring scharf und gerade von oben, schließlich Details der Malerei und jede Beschädigung. Tageslicht ohne Blitz zeigt Glasur und Farben am besten.

Meine Vase hat eine Kaisermarke am Boden – ist sie damit alt?

Nicht unbedingt. Regierungsmarken wurden schon in der Qing-Zeit und massenhaft im 20. Jahrhundert nachgeahmt. Ob ein Stück zur Marke passt, zeigen Scherben, Glasur, Standring und Malerei; dafür brauchen wir scharfe Fotos des Bodens.

Kaufen Sie Netsuke aus Elfenbein?

Nur wenn eine der gesetzlichen Ausnahmen der VO (EU) 2021/2280 zutrifft und die erforderliche Bescheinigung vorliegt. Netsuke aus Buchsbaum, Hirschhorn oder anderen Materialien übernehmen wir ohne diese Einschränkung. Im Zweifel klären wir das Material bei der Besichtigung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.