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Musikinstrumente im 2. Bezirk, 1020 Wien

Musikinstrumente aus der Leopoldstadt: Strauss, Prater und Zinshaus

„An der schönen blauen Donau“ entstand 1867 in Johann Strauss’ Wohnung Praterstraße 54; im Wurstelprater spielten Drehorgeln und Orchestrien. Beides prägt die Instrumente des Bezirks.

Zinshäuser der Gründerzeit an Taborstraße und Praterstraße, viele seit Jahrzehnten von denselben Mietern bewohnt, bewahren Pianinos, Violinen, Zithern und Mandolinen aus mehreren Generationen. In Kellerabteilen und auf Dachböden liegen Instrumentenkoffer neben Notendrucken und Theaterzetteln. Aus dem Umfeld des Wurstelpraters stammen Drehorgeln, Orchestrien und Spieldosen, die auf Jahrmärkten und in Schaubuden im Einsatz waren. Stammt ein Instrument aus einer Familie, die vor 1938 hier lebte, klären wir seine Geschichte vor dem Ankauf.

Den Donauwalzer komponierte Johann Strauss (Sohn) 1867 in seiner Wohnung Praterstraße 54, die heute als Johann Strauss Wohnung zu besichtigen ist. Carltheater und Theater in der Leopoldstadt machten Praterstraße und Taborstraße im 19. Jahrhundert zu Theaterstraßen. Ringelspiele und Schaubuden des Wurstelpraters arbeiteten mit Drehorgeln und Orchestrien; das Pratermuseum zeigt diese Welt. Auf der Weltausstellung 1873 im Prater war auch der Instrumentenbau vertreten, Wiener Klaviermacher eingeschlossen.

Drehorgeln und Orchestrien sind schwer und empfindlich; bitte nicht kurbeln, wenn Sie den Zustand nicht kennen, beschädigte Bälge und Walzenstifte lassen sich nur aufwendig reparieren. Fotografieren Sie Gehäuse, Mechanik und Typenschild. Bei Pianinos genügen Fotos von außen und vom geöffneten Deckel. Wir besichtigen kostenlos; wo der Altbau keinen Lift hat, kommen wir mit Klaviertransporteur und Gurten. Wir zahlen bar oder per Überweisung.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Drehorgeln, Orchestrien und Spieldosen – Ringelspiele und Schaubuden des Wurstelpraters
  • Pianinos, Zithern und Mandolinen – Altmieterhaushalte in Gründerzeithäusern an Taborstraße und Praterstraße
  • Violinen und Instrumentenkoffer vom Dachboden – Hausrat aus mehreren Generationen

Mit Bezug zu Leopoldstadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 2. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

3

Manufakturen & Marken

16

Epochen & Stile

5

Materialien, Techniken & Punzen

8

Fragen zu Musikinstrumente

Nehmen Sie defekte Spieldosen und Drehorgeln?

Ja. Auch Werke mit gebrochenen Kammzähnen, fehlenden Walzen oder Schäden am Gehäuse haben Wert, weil sie sich restaurieren lassen. Bitte ziehen Sie ein blockiertes Werk nicht weiter auf.

Wer transportiert einen Flügel?

Den Transport von Flügeln und schweren Klavieren organisieren wir mit einem spezialisierten Klaviertransport. Kleinere Instrumente holen wir selbst ab.

Meine Geige hat einen Stradivari-Zettel – ist sie wertvoll?

Fast immer handelt es sich um eine Fabrikgeige des 19. oder 20. Jahrhunderts, bei der der Zettel das Vorbild nennt. Auch solche Geigen haben einen Wert, der von Werkstatt, Qualität und Zustand abhängt. Wir beurteilen das Instrument nach Bauweise, nicht nach dem Zettel.

Kaufen Sie alte Klaviere?

Ja, Hammerflügel, Tafelklaviere und Flügel bekannter Hersteller wie Bösendorfer, Steinway, Bechstein, Blüthner oder Ehrbar. Viele einfache Pianinos aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben dagegen kaum Marktwert. Seriennummer und Fotos der Mechanik helfen bei der Einschätzung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.