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Wissenschaftliche Instrumente & Globen im 2. Bezirk, 1020 Wien

Wissenschaftliche Instrumente aus der Leopoldstadt: Prater bis Donau

Feldstecher von den Rennbahnen in Krieau und Freudenau, Schiffskompasse vom Donauufer, Messgeräte aus Werkstätten an der Taborstraße – Instrumentenankauf im 2. Bezirk.

Die Leopoldstadt liegt zwischen zwei Wasserläufen, und das zeigt sich in ihren Beständen. An den Anlegestellen der DDSG am Donauufer arbeiteten Schiffer, Kapitäne und Hafenpersonal; Kompasse, Fernrohre und Schiffsuhren können in ihren Familien auftauchen. Wer aus dem Stuwerviertel zu den Rennen in Krieau und Freudenau ging, nahm Feldstecher und Prismengläser mit, oft in Lederetuis mit Monogramm. In den Gründerzeitwohnungen an der Taborstraße liegen Reißzeuge, Rechenschieber und Waagen aus Geschäften und Kontoren.

Die Weltausstellung 1873 im Prater zeigte Mechaniker und Optiker aus der ganzen Monarchie; Instrumente mit Ausstellungsmedaillen auf Etiketten oder Kästen können auf diese Jahre zurückgehen. Das Planetarium Wien am Rand des Wurstelpraters vermittelt seit Jahrzehnten Astronomie; Himmelsgloben und drehbare Sternkarten aus Privatbesitz sind das häusliche Gegenstück. Isidore Canevale baute für Joseph II. das Lusthaus am Ende der Hauptallee (1781–1783); der Prater, 1766 für alle geöffnet, war seither Ausflugsziel, zu dem Taschenkompass und Feldstecher gehörten.

Feldstecher prüfen wir auf Prismenstellung und Beschlag; ein doppeltes oder schiefes Bild bedeutet meist dejustierte Prismen, keinen Totalverlust. Kompasse mit Flüssigkeitsfüllung bitte nicht öffnen, auch wenn eine Luftblase sichtbar ist. In den Altbauten des Karmeliterviertels und des Volkertviertels liegen Instrumente oft in Koffern am Dachboden. Holen Sie sie für Fotos heraus; die Besichtigung machen wir vor Ort und kostenlos.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Feldstecher und Prismengläser – Pferdesport in Krieau und Freudenau.
  • Schiffskompasse und Fernrohre – Anlegestellen der DDSG am Leopoldstädter Donauufer.
  • Instrumente mit Ausstellungsetiketten – Weltausstellung 1873 im Prater.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

2

Manufakturen & Marken

11

Epochen & Stile

4

Materialien, Techniken & Punzen

6

Fragen zu Wissenschaftliche Instrumente & Globen

Wie erkenne ich eine moderne Reproduktion?

An weichen, unscharfen Gravuren, ungenauen Skalen, modernen Schrauben und erfundenen Signaturen mit Jahreszahl. Reproduktionen sind oft schwer und haben keine Seriennummer. Auf Fotos lässt sich das meist schon erkennen.

Kaufen Sie Quecksilberbarometer?

Ja, wenn sie am 3. Oktober 2007 älter als 50 Jahre waren; dann gilt die Ausnahme der REACH-Verordnung. Für jüngere Geräte gilt das Verbot. Bitte transportieren Sie Barometer nicht selbst liegend.

Hat ein Mikroskop ohne Kasten noch Wert?

Ja, aber Kasten, Objektive und Zubehör steigern ihn deutlich. Hersteller und Seriennummer erlauben eine Datierung. Fehlende Teile lassen sich manchmal aus anderen Beständen ergänzen.

Kaufen Sie Vermessungsinstrumente aus einem Ingenieurbüro?

Ja, einzelne Instrumente ebenso wie ganze Bestände mit Theodoliten, Nivellieren, Stativen, Reißzeugen und Rechenhilfen. Instrumente des 19. Jahrhunderts aus Messing sind besonders gefragt, spätere Geräte aus Leichtmetall ebenfalls, wenn sie vollständig sind.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.