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Jugendstil & Wiener Werkstätte im 2. Bezirk, 1020 Wien

Jugendstil aus der Leopoldstadt: Praterstraße, Krieau, Augarten

Zinshäuser an Praterstraße und Taborstraße entstanden um 1900, Dianabad und Krieau-Tribünen trugen Entwürfe aus dem Umkreis Otto Wagners.

Die Straßentrakte der Zinshäuser in Taborstraße, Praterstraße und Unterer Augartenstraße, oft großbürgerlich angelegt, wurden großteils in den Jahrzehnten um 1900 bezogen – in jener Zeit, als Secession und Kunstgewerbeschule ihre Formen entwickelten. In diesen Wohnungen standen irisierende Vasen, Zinnschalen, Jardinieren und Bugholzsessel. Vieles davon liegt heute in Kellerabteilen und auf Dachböden, verpackt in Koffern zwischen Fotoalben und Briefen. In den Zimmer-Küche-Kabinett-Wohnungen des Volkertviertels und Stuwerviertels finden sich eher Künstlerpostkarten, versilbertes Metall und Wandteller als Silber der Wiener Werkstätte.

Zwei verschwundene Bauten verbinden den Bezirk mit der Wiener Moderne: Das 1967 abgerissene Dianabad erhielt 1913–1917 seine Innenausstattung von Otto Prutscher, und an der Trabrennbahn Krieau arbeitete Marcel Kammerer mit Emil Hoppe und Otto Schönthal, drei Schülern Otto Wagners. Älter ist der Japonismus, den die Weltausstellung 1873 mit ihrem japanischen Pavillon im Prater nach Wien brachte und der um 1900 die Flächenornamentik der Secession prägte. Im Augarten dokumentiert das Porzellanmuseum Marken und Modellnummern.

Postkarten der Wiener Werkstätte tragen rückseitig eine Nummer; fotografieren Sie beide Seiten, bevor Sie ein Album auflösen. Kisten aus den Kellerabteilen der Gründerzeithäuser holen wir mit Ihnen herauf und sichten sie in der Wohnung. Wo die Einrichtung erst nach 2010 gekauft wurde, etwa in Wohnungen am Nordbahnhof oder im Viertel Zwei, prüfen wir genau, ob ein Hoffmann-Sessel oder ein Besteck eine spätere Lizenzauflage ist. Für die Besichtigung verrechnen wir nichts; den Ankaufsbetrag erhalten Sie in bar oder auf Ihr Konto.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Irisierende Vasen und Glas um 1900 – Ausstattung der Straßentrakte an Praterstraße und Taborstraße
  • Künstlerpostkarten der Wiener Werkstätte – Alben und Korrespondenz aus Wohnungen mit langer Mietdauer
  • Bugholzsessel und Kaffeehausmöbel – zahlreiche Kaffeehäuser und Gasthäuser im Bezirk

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

64

Manufakturen & Marken

52

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

26

Fragen zu Jugendstil & Wiener Werkstätte

Was ist Gitterwerk?

Gitterwerk sind Körbe, Vasen, Jardinieren und Tafelaufsätze aus durchbrochenem Eisenblech mit quadratischem Lochmuster, meist weiß lackiert, seltener aus Silber. Josef Hoffmann und Koloman Moser entwarfen sie ab etwa 1904 für die Wiener Werkstätte.

Welche Postkarten der Wiener Werkstätte sind gesucht?

Gesucht sind Karten bekannter Künstler wie Oskar Kokoschka, Egon Schiele, Rudolf Kalvach oder Moriz Jung, ungelaufene Karten in gutem Zustand und seltene Nummern. Die Nummer auf der Rückseite erlaubt die Bestimmung von Serie und Entwerfer.

Sind Möbel nach Hoffmann von Wittmann auch interessant?

Wittmann fertigt seit den 1970er-Jahren Möbel nach Entwürfen Josef Hoffmanns in Lizenz. Sie sind Neuauflagen und werden anders bewertet als Möbel der Entstehungszeit von Kohn, Thonet oder Wiener Tischlern.

Soll ich angelaufenes Silber polieren?

Bitte nicht. Der originale Hammerschlag und die Oberfläche gehören zum Wert, Politur kann Details und Marken abtragen. Eine fachgerechte Reinigung ist nach dem Ankauf möglich.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.