Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Textilien, Stickerei & Spitze im 2. Bezirk, 1020 Wien

Alte Textilien aus der Leopoldstadt: Wäschekasten und Dachboden

Vor 1938 handelten jüdische Kaufleute um Taborstraße und Karmelitermarkt mit Stoffen und Trödel; Aussteuer aus jener Zeit taucht in Altmieterwohnungen bis heute auf.

Altmieter an Praterstraße, Taborstraße und Unterer Augartenstraße bewahren in Kästen und Kabinetten oft Wäsche aus mehreren Generationen: Leintücher mit Hohlsaum, Tischtücher aus Damast, Polsterbezüge mit gesticktem Monogramm, die als Aussteuer in die Wohnung kamen. In Koffern auf dem Dachboden liegen daneben Taufkleider, Spitzenkrägen und Wollschals. Wer dagegen in einem der Neubauquartiere rund um den früheren Nordbahnhof wohnt, besitzt eher Seidencarrés, Vintage-Schals und Stoffe, die gezielt gekauft wurden.

Gebrauchte Stoffe wechseln hier seit Langem die Hand: Knapp sechzig Jahre lang, ab 1671, hielt die Stadt ihren Altwarenmarkt, den Tandelmarkt, am Unteren Werd ab, nachdem Leopold I. ihn dorthin verlegt hatte, und ein Gassenname erinnert noch daran. Bis 1938 betrieben jüdische Kaufleute rund um Taborstraße und Karmelitermarkt zahlreiche Textil- und Trödlergeschäfte. Die Weltausstellung von 1873 im Prater fiel in die Hochzeit des Historismus, dessen schwere Vorhänge, Quasten und Posamenten in Gründerzeitwohnungen noch zu finden sind.

Textile Judaica wie Challadecken oder Toravorhänge durchlaufen bei uns eine genaue Herkunftsprüfung, ebenso Stoffbestände aus Geschäften, die vor 1938 bestanden. Für Wäsche und Spitze genügen zunächst Fotos von Monogrammen, Rückseiten und Gegenlichtaufnahmen. Textilien aus Kellerabteilen bitte weder ausschütteln noch waschen; Stockflecken und Mottenschäden beurteilen wir beim kostenlosen Termin selbst, bevor wir ein Angebot nennen.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Aussteuerwäsche mit Monogramm und Hohlsaum – Altmieterwohnungen an Praterstraße und Taborstraße
  • Vorhänge, Quasten und Posamenten des Historismus – Gründerzeitwohnungen aus den Jahrzehnten nach 1873
  • Textile Judaica – jüdische Geschichte des Bezirks; die Herkunft wird vor dem Ankauf geklärt

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Soll ich alte Wäsche und Spitze vor dem Verkauf waschen?

Nein. Waschen, Bleichen und Stärken kann alte Fasern beschädigen und Flecken fixieren. Wir bewerten Textilien in ihrem aktuellen Zustand.

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Kaufen Sie auch einfache Bettwäsche und Tischtücher?

Ja, im Konvolut. Leinenwäsche mit Handstickerei, Damastsätze in voller Zahl und Aussteuerwäsche in gutem Zustand bewerten wir einzeln, einfache Baumwollwäsche gemeinsam.

Was ist Wiener Petit Point?

Eine sehr feine Nadelmalerei im Gobelinstich auf Stramin, mit mehreren hundert Stichen pro Quadratzentimeter, oft mit Lupe ausgeführt. Typisch sind Abendtaschen mit Metallbügel, Etuis, Puderdosen und kleine Bilder mit Blumen und Figuren.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.