Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Jugendstil & Wiener Werkstätte im 12. Bezirk, 1120 Wien

Jugendstil und Zwischenkriegsmoderne in Meidling

Otto Prutscher entwarf den Lorenshof an der Längenfeldgasse, Karl Ehn den Bebelhof. Meidlinger Haushalte bewahren Stoffe, Metall und Keramik von der Gründerzeit bis in die 1930er-Jahre.

Gaudenzdorf und Untermeidling wurden mit der Südbahn dicht mit Zinshäusern bebaut, in Altmannsdorf und Hetzendorf entstanden nach 1919 Gartensiedlungen neben ein- bis zweigeschoßigen Häusern aus der Zeit vor der Eingemeindung. Viele Haushalte sind seit Jahrzehnten an derselben Adresse. Heimschneiderei war verbreitet, im Schloss Hetzendorf hat die Modeschule ihren Sitz: In Verlassenschaften liegen Nähmaschinen, Stoffreste, Gürtelschließen und Knöpfe, darunter immer wieder Metallarbeiten und Textilien in Formen der Wiener Moderne.

Otto Prutscher, Schüler Josef Hoffmanns und Entwerfer von Gläsern mit hohen farbigen Stielen, baute 1927 den Lorenshof an der Längenfeldgasse. Den Bebelhof (1925/26) plante Karl Ehn, der bei Otto Wagner studiert hatte; der Fuchsenfeldhof stammt von Schmid und Aichinger. Josef Frank, Mitplaner der Gartensiedlung Hoffingergasse, formulierte wenig später mit Haus & Garten eine Gegenposition zur Wiener Werkstätte. In Meidling lässt sich so der Weg vom Kunsthandwerk um 1905 zum Wohnbau der 1920er-Jahre verfolgen.

Schneidernachlässe sortieren wir vor Ort: Stoffe mit Webkante, Musterbücher und Schließen aus Metall werden getrennt bewertet, gewöhnliche Stoffreste nicht. In Siedlungshäusern in Altmannsdorf liegen solche Bestände oft im Gartenhaus oder auf dem Dachboden. Kellerabteile im Fuchsenfeldhof, im Bebelhof oder Am Schöpfwerk öffnen wir gemeinsam mit Ihnen. Senden Sie vorab Fotos von Marken und Etiketten, dann kommen wir mit einer ersten Einschätzung zur Besichtigung.

Was in Meidling häufig auftaucht

  • Stoffe und Stoffmusterbücher – Heimschneiderei im Bezirk und Modeschule Hetzendorf
  • Gürtelschließen, Knöpfe und Accessoires aus Metall – Schneider- und Garderobennachlässe
  • Versilbertes Metall und Keramik der 1920er-Jahre – Erstausstattung der Gemeindebauwohnungen

Mit Bezug zu Meidling

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 12. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 12. Bezirk.

Künstler

64

Manufakturen & Marken

52

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

26

Fragen zu Jugendstil & Wiener Werkstätte

Welche Postkarten der Wiener Werkstätte sind gesucht?

Gesucht sind Karten bekannter Künstler wie Oskar Kokoschka, Egon Schiele, Rudolf Kalvach oder Moriz Jung, ungelaufene Karten in gutem Zustand und seltene Nummern. Die Nummer auf der Rückseite erlaubt die Bestimmung von Serie und Entwerfer.

Sind Möbel nach Hoffmann von Wittmann auch interessant?

Wittmann fertigt seit den 1970er-Jahren Möbel nach Entwürfen Josef Hoffmanns in Lizenz. Sie sind Neuauflagen und werden anders bewertet als Möbel der Entstehungszeit von Kohn, Thonet oder Wiener Tischlern.

Soll ich angelaufenes Silber polieren?

Bitte nicht. Der originale Hammerschlag und die Oberfläche gehören zum Wert, Politur kann Details und Marken abtragen. Eine fachgerechte Reinigung ist nach dem Ankauf möglich.

Kaufen Sie auch Arbeiten von Schülerinnen der Kunstgewerbeschule?

Ja. Keramik, Stoffe, Emailarbeiten und Zeichnungen aus den Klassen von Hoffmann, Powolny oder Cizek sind gesucht, besonders mit Signatur oder Klassenvermerk.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.