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Silber & Tafelsilber im 13. Bezirk, 1130 Wien

Tafelsilber aus Hietzinger Villen: Biedermeier bis Werkstätte

Villa Skywa-Primavesi, Sommerhäuser von Hofbeamten und Speisezimmer mit Lobmeyr-Glas: In Hietzing stehen ganze Silberbestände in Häusern, die Familien über Generationen bewohnten.

Seit dem 18. Jahrhundert bauten Hofbeamte und Adelige in der Nähe von Schönbrunn Sommerhäuser; nach 1900 wuchsen rund um Gloriettegasse und Wenzgasse und in Ober St. Veit neue Villenquartiere. Viele Häuser wurden über mehrere Generationen bewohnt, und ihre Speisezimmer bewahren Tafelsilber, Kaffee- und Teeservice, Kandelaber und Tafelaufsätze, daneben Biedermeiersilber aus der Sommerhauszeit. In den Häusern der Werkbundsiedlung von 1932 und in Villen der Zwischenkriegszeit findet sich Silber mit glatten, geometrischen Formen.

Die Villa Skywa-Primavesi an der Gloriettegasse (1913–1915) ist ein Werk Josef Hoffmanns, der auch Häuser für die Werkbundsiedlung entwarf; auf dem Hietzinger Friedhof ruht Koloman Moser, nicht weit von Klimt und Otto Wagner. Schloss Schönbrunn, unter Maria Theresia von Nikolaus Pacassi umgestaltet und 1805 und 1809 Quartier Napoleons, gibt mit Rokoko-Räumen und Chinoiserien den Maßstab für höfische Tafelkultur. Die Enteignungen nach 1938 trafen viele Villen des Bezirks samt Inventar.

Werkstätte-Silber und alles, was zwischen 1938 und 1945 den Besitzer gewechselt haben könnte, durchläuft vor dem Angebot eine Provenienzprüfung. Silberkästen und Tafelaufsätze sehen wir uns im Haus an, gemeinsam mit Erben oder Gerichtskommissär. Hat ein Teeservice Griffe oder Isolatoren aus Elfenbein, gilt die EU-Verordnung 2021/2280; ohne gesetzliche Ausnahme und Nachweis bleibt das Stück außen vor. Fotos der Marken genügen für die erste Einschätzung.

Was in Hietzing häufig auftaucht

  • Silber der Wiener Werkstätte – Villen von Josef Hoffmann und ihre Auftraggeber im Bezirk; Provenienzprüfung vor dem Ankauf.
  • Biedermeiersilber – Sommerhäuser von Hofbeamten und Adel des 18. und 19. Jahrhunderts.
  • Tafelsilber, Kandelaber und Tafelaufsätze – Speisezimmer großbürgerlicher Villenhaushalte.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 13. Bezirk.

Künstler

16

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

30

Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Silber & Tafelsilber

Was ist der Dianakopf?

Die Silberpunze Österreich-Ungarns von 1872 bis 1922 zeigt den Kopf der Jagdgöttin Diana mit einer Ziffer für den Feingehalt: 1 für 950, 2 für 900, 3 für 800 und 4 für 750 Tausendteile. Ein zusätzlicher Buchstabe nennt das Punzierungsamt, A steht für Wien.

Kaufen Sie Silber nur nach Gewicht?

Nein. Sammlerstücke, Arbeiten bekannter Hersteller und gut erhaltenes altes Silber werden als Objekt bewertet, oft deutlich über dem Metallwert. Nur beschädigtes oder einfaches Gebrauchssilber wird nach Feingehalt und Gewicht zum Tageswert angekauft.

Hat versilbertes Besteck einen Wert?

Versilbertes Besteck enthält nur eine dünne Silberschicht und wird nicht nach Gewicht bewertet. Gefragt sind vollständige Garnituren bekannter Hersteller wie Christofle, WMF oder Berndorf in gutem Zustand und Tafelgerät mit Designgeschichte.

Soll ich das Silber vor dem Verkauf putzen?

Nicht nötig. Anlaufen ist normal und mindert den Wert nicht, starkes Polieren kann dagegen Punzen, Gravuren und Vergoldungen abtragen. Für Fotos genügt ein weiches Tuch, um die Punzen lesbar zu machen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.