Material: Email, Steine & Schmuck
Elfenbein
Zahnbein von Elefantenstoßzähnen, verarbeitet zu Schnitzereien, Netsuke, Klaviertasten und Miniaturen, seit 2022 in der EU streng beschränkt.
Elfenbein bezeichnet im engeren Sinn das Zahnbein der Stoßzähne von Elefanten, im weiteren Sinn auch Zähne von Mammut, Walross, Nilpferd und Pottwal. Es lässt sich fein schnitzen und polieren. Kunstkammerstücke des 17. Jahrhunderts, Statuetten aus Dieppe, Erbacher Schnitzereien, japanische Netsuke und Okimono, chinesische Figuren, Klaviertasten, Billardkugeln, Fächer und Bildnisminiaturen auf Elfenbeinplättchen zeugen von der Verbreitung. Im 20. Jahrhundert verdrängten Kunststoffe das Material weitgehend.
Elefantenelfenbein zeigt im Querschnitt die Schreger-Linien, ein Muster sich kreuzender Bögen; der Winkel ist bei Elefanten stumpfer als bei Mammut. Längs geschnitten erscheinen feine, parallele Wellen. Knochen zeigt dagegen dunkle Punkte und Striche, Kunststoff wie Celluloid regelmäßige, gerade Linien. Elfenbein fühlt sich kühl an, ist schwer und vergilbt mit der Zeit. Unter UV-Licht fluoresziert es bläulich-weiß. Feine Altersrisse verlaufen entlang der Wachstumsschichten.
Elfenbeinobjekte können künstlerisch bedeutend sein, ihr Handel ist jedoch rechtlich stark eingeschränkt. Ohne die gesetzlichen Nachweise ist kein Ankauf möglich. Viele vermeintliche Elfenbeinobjekte bestehen aus Knochen, Celluloid oder Kunstharz; die Materialprüfung steht deshalb am Anfang. Auch Bildnisminiaturen auf Elfenbein fallen unter diese Regeln.
So prüfen Sie es
- Schreger-Linien im Querschnitt
- feine parallele Wellen längs
- kühle, schwere Haptik
- bläulich-weiße UV-Fluoreszenz
- regelmäßige Linien bei Celluloid
Seit 19. Jänner 2022 gelten in der EU strenge Handelsbeschränkungen für Elfenbein (VO (EU) 2021/2280). Ein Ankauf ist nur möglich, wenn eine gesetzliche Ausnahme greift und die vorgeschriebenen Nachweise, in der Regel eine behördliche Bescheinigung, vorliegen.
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