Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Silber & Tafelsilber im 9. Bezirk, 1090 Wien

Silber vom Alsergrund: Ordinationen, Judaica und Biedermeier

Ehrengeschenke aus Ärzte- und Professorenhaushalten, Biedermeiersilber aus Lichtental und Judaica mit geprüfter Herkunft: Der Alsergrund hat eine vielschichtige Silbergeschichte.

Wohnungen mit Ordination an Währinger Straße, Liechtensteinstraße und Berggasse bewahren Silber aus zwei Lebensbereichen: Tafelsilber, Kaffee- und Teeservice und Toilettegarnituren aus dem Privathaushalt, dazu Ehrengeschenke aus dem Berufsleben – gravierte Tabletts, Pokale, Schalen mit Widmung von Kollegen oder Fakultät. Für Lichtental und den Himmelpfortgrund, Schuberts Geburtsort, sind Biedermeierbecher und Zuckerdosen zu erwarten. Gemeindebauten am Gürtel und an der Spittelau liefern eher Gebrauchsbesteck und Taufbecher.

Isidore Canevale errichtete 1783 bis 1785 das Josephinum für Joseph II.; der josephinische Stil dieser Jahre zeigt sich im Silber an strengen Urnenformen und Perlstäben. Das Gartenpalais Liechtenstein und die Servitenkirche in der Rossau stehen für den Barock. Achtzig Jahre lang, bis 1944, handelte der Wiener Tandelmarkt in seiner Halle an der Rossau auch mit Silber. Bis 1938 lebte im Bezirk eine große jüdische Bevölkerung; Vertreibung und Beraubung betrafen Wohnungen, Praxen und Sammlungen.

Für Judaica und für Silber, das vor 1938 in jüdischem Besitz war oder danach erworben wurde, steht die Herkunftsprüfung am Anfang; erst danach folgt unser Angebot. Widmungsgravuren mit Namen und Jahr sind dabei hilfreich; fotografieren Sie sie bitte mit. Ordinationsauflösungen haben oft feste Übergabetermine, deshalb sehen wir uns zuerst die Praxisräume an. Gebrauchsbesteck und beschädigte Einzelteile ohne Sammlerwert rechnen wir nach Gewicht zum Tageswert ab.

Was in Alsergrund häufig auftaucht

  • Ehrengeschenke mit Widmungsgravur – Ärzte- und Professorenhaushalte im Klinikviertel.
  • Biedermeiersilber – Vorstadthäuser in Lichtental und am Himmelpfortgrund.
  • Judaica aus Silber – jüdische Prägung des Bezirks vor 1938; die Provenienz klären wir vorab.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 9. Bezirk.

Künstler

16

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

30

Materialien, Techniken & Punzen

34

Fragen zu Silber & Tafelsilber

Was bedeutet die Zahl 800 auf meinem Besteck?

Sie gibt den Feingehalt an: 800 von 1000 Teilen sind reines Silber. 800 war um 1900 der übliche Feingehalt für deutsches und österreichisches Tafelsilber, 925 ist Sterlingsilber. Steht nur eine Zahl wie 90 oder 100 neben einer Firmenmarke, handelt es sich meist um versilberte Ware.

Was ist der Dianakopf?

Die Silberpunze Österreich-Ungarns von 1872 bis 1922 zeigt den Kopf der Jagdgöttin Diana mit einer Ziffer für den Feingehalt: 1 für 950, 2 für 900, 3 für 800 und 4 für 750 Tausendteile. Ein zusätzlicher Buchstabe nennt das Punzierungsamt, A steht für Wien.

Kaufen Sie Silber nur nach Gewicht?

Nein. Sammlerstücke, Arbeiten bekannter Hersteller und gut erhaltenes altes Silber werden als Objekt bewertet, oft deutlich über dem Metallwert. Nur beschädigtes oder einfaches Gebrauchssilber wird nach Feingehalt und Gewicht zum Tageswert angekauft.

Hat versilbertes Besteck einen Wert?

Versilbertes Besteck enthält nur eine dünne Silberschicht und wird nicht nach Gewicht bewertet. Gefragt sind vollständige Garnituren bekannter Hersteller wie Christofle, WMF oder Berndorf in gutem Zustand und Tafelgerät mit Designgeschichte.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.