Manufaktur: Silber & Metall
Christofle
Paris und Saint-Denis, seit 1830
Pariser Silberwarenfirma, 1830 von Charles Christofle gegründet; versilbertes Tafelgerät für Hof, Hotels und Ozeandampfer wie die Normandie.
Charles Christofle übernahm 1830 die Schmuckwerkstatt seines Schwagers in Paris und erwarb 1842 die französischen Rechte an den englischen Patenten für die galvanische Versilberung und Vergoldung. Damit wurde Christofle zum führenden französischen Hersteller von versilbertem Tafelgerät. Unter Napoleon III. lieferte die Firma das Tafelsilber für die kaiserlichen Residenzen. Später kamen Hotels, Restaurants, Eisenbahngesellschaften und Reedereien hinzu. Die Firma produziert weiterhin und unterhält Geschäfte weltweit.
Christofle fertigte Besteck in zahlreichen Mustern, Tafelaufsätze, Platten, Terrinen, Kaffee- und Teeservice und Leuchter, im 19. Jahrhundert im Stil des Second Empire. Für den Ozeandampfer Normandie lieferte Christofle 1935 das Tafelgerät nach Entwürfen von Luc Lanel. Im Art déco entstanden Service mit glatten Formen, später Entwürfe von Gio Ponti und anderen Designern. Gallia war eine Zweitmarke für versilbertes Zinn und Messing um 1900.
Die Stücke tragen den Namensstempel „Christofle“ und ein quadratisches Zeichen mit den Initialen „CC“, dazu Nummern, die auf Modell und Silberauflage verweisen. Massivsilber trägt zusätzlich französische Feingehaltspunzen wie den Minervakopf. Hotel- und Reedereisilber ist mit Namen oder Monogrammen der Betriebe graviert. Für die Bewertung zählen Muster, Vollständigkeit, Zustand der Versilberung und die Provenienz aus Hotels oder Schiffen. Kassetten sind häufig erhalten.
Entwerfer & Personen
- Charles Christofle
- Luc Lanel
- Gio Ponti
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Ebenfalls: Silber & Metall
- Alessiseit 1921
- Alexander Sturmspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Argentor-Werkeum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Berndorfer Metallwarenfabrikseit 1843
- Bruckmann & Söhne1805–1973
- Werkstätte Carl Auböckseit 1912
- Elkingtonum 1830 bis 1960er-Jahre
- Georg Jensen Sølvsmedieseit 1904
- Gorhamseit 1831
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- J. C. KlinkoschMitte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Jarosinski & Vaugoinseit 1847
- Kayserzinnum 1885 bis um 1930
- Koch & Bergfeldseit 1829
- Liberty & Co.seit 1875
- Mayerhofer & KlinkoschMitte 19. Jahrhundert
- Orivitum 1894 bis um 1905, danach bei WMF
- Osirisum 1899 bis um 1914
- Puiforcatseit 1820
- Robbe & Berkingseit 1874
- Tiffany & Co.seit 1837
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Wilkensseit 1810
- WMFseit 1853
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