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Antiquitäten Wien

Silber & Tafelsilber im 6. Bezirk, 1060 Wien

Silber in Mariahilf: Toilettegarnituren und Tafelsilber

Silberne Toilettegarnituren aus Wohnungen an der Wienzeile, Moser-Medaillons an der Linken Wienzeile 38 und der Salon Flöge: Mariahilf verbindet Silber mit Mode und Moderne.

Großbürgerliche Wohnungen an der Linken Wienzeile, an der Mariahilfer Straße und an der Gumpendorfer Straße haben hohe Räume mit Spiegeln und Lustern; zu ihrer Ausstattung gehörten silberne Toilettegarnituren mit Handspiegel, Bürsten und Dosen, Silberrahmen und Tafelsilber. In den niedrigen Biedermeierhäusern in Gumpendorf und am Magdalenengrund sind die Stücke älter und schlichter. Wo frühere Werkstätten zu Wohnungen wurden, mischen sich Familienbestände mit Gerät aus Werkstattbesitz, etwa Tabletts oder Pokale mit Firmengravur.

Josef Hoffmann und Koloman Moser gestalteten 1904 die Einrichtung des Modesalons der Schwestern Flöge im Haus Casa Piccola an der Mariahilfer Straße 1b. Am Haus Linke Wienzeile 38, Wagners Nachbarbau zum Majolikahaus, sitzen Medaillons nach Mosers Entwurf. Beide arbeiteten für die Wiener Werkstätte, deren Silber mit Rosenmarke, WW-Monogramm und Entwerferzeichen gestempelt ist. Die Mariahilfer Kirche der Barnabiten aus dem späten 17. Jahrhundert steht für den Hochbarock im Bezirk.

Toilettegarnituren enthalten oft Kämme oder Einlagen aus Schildpatt; dafür gelten Artenschutzregeln nach CITES und VO (EG) 338/97, ein Ankauf setzt entsprechende Nachweise voraus. Silberne Handspiegel und Bürsten mit eingesetzten Borsten bewerten wir nach Punze und Zustand, nicht nach Gewicht. In Wienzeile-Häusern mit großen Stiegenhäusern ist der Zugang einfach, in Hofhäusern Gumpendorfs geht es manchmal über enge Wendeltreppen. Für die Ersteinschätzung genügen Fotos der Marken.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Toilettegarnituren, Handspiegel und Silberrahmen – großbürgerliche Wohnungen an Wienzeile und Mariahilfer Straße.
  • Silber der Wiener Werkstätte nach Entwürfen von Moser und Hoffmann – Salon Flöge und Wienzeile als lokale Bezüge.
  • Biedermeierbecher und Zuckerdosen – Vorstadthäuser in Gumpendorf und am Magdalenengrund.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Künstler

16

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

30

Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Silber & Tafelsilber

Soll ich das Silber vor dem Verkauf putzen?

Nicht nötig. Anlaufen ist normal und mindert den Wert nicht, starkes Polieren kann dagegen Punzen, Gravuren und Vergoldungen abtragen. Für Fotos genügt ein weiches Tuch, um die Punzen lesbar zu machen.

Was ist ein gefüllter Leuchter?

Bei gefüllten Leuchtern ist der Fuß aus dünnem Silberblech mit Kitt, Pech oder Gips beschwert. Das Gesamtgewicht täuscht daher über den Silberanteil; bewertet werden Ausführung und das geschätzte Silbergewicht.

Mindern Monogramme den Wert?

Einfache Monogramme mindern meist nur leicht, weggeschliffene Gravuren dagegen stärker, weil die Wandung dünner wird. Wappen bekannter Familien und Widmungen mit Bezug zur Geschichte können das Interesse sogar erhöhen.

Was bedeutet die Zahl 800 auf meinem Besteck?

Sie gibt den Feingehalt an: 800 von 1000 Teilen sind reines Silber. 800 war um 1900 der übliche Feingehalt für deutsches und österreichisches Tafelsilber, 925 ist Sterlingsilber. Steht nur eine Zahl wie 90 oder 100 neben einer Firmenmarke, handelt es sich meist um versilberte Ware.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.