Rokoko im 13. Bezirk, 1130 Wien
Rokoko in Hietzing: Boiserien und Porzellanöfen in Schönbrunn
Schloss Schönbrunn bewahrt Rokoko-Interieurs mit weiß-goldenen Boiserien und Porzellanöfen aus der Zeit Maria Theresias.
Als Maria Theresia Schönbrunn ab 1743 von Nikolaus Pacassi umbauen ließ, entstanden Räume, deren weiß-goldene Boiserien, Spiegel und Porzellanöfen das Wiener Rokoko zeigen. Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg setzte 1775 mit der Gloriette einen klassizistischen Schlusspunkt im Park. Die Kaiserliche Wagenburg verwahrt Wagen und Schlitten des Hofes, darunter Prunkwagen aus dem 18. Jahrhundert. Rund um das Schloss bauten Hofbeamte und Adel Sommerhäuser in Alt-Hietzing, aus denen später die Villenviertel des Bezirks wuchsen.
Rokoko aus Hietzinger Villen und Sommerhäusern umfasst Kommoden mit geschwungener Front, Konsoltische, Spiegel mit Rocaillerahmen, Porzellan, Silber, Ofenteile sowie Andenken an Schönbrunn und das Kaiserhaus. Echte Stücke des 18. Jahrhunderts zeigen handgeschnittene Rocaille, Nadelholzkorpus mit Nussfurnier und alte Vergoldung auf Kreidegrund; Neorokoko um 1880 ist gleichmäßiger und oft über Stuckmasse vergoldet. Porzellan der Wiener Manufaktur datieren wir über Bindenschild und Malerei. Bei Villen sehen wir uns auch Dachboden und Nebengebäude an.
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