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Tribal Art & außereuropäische Kunst im 13. Bezirk, 1130 Wien

Tribal Art aus Hietzinger Villen: Sammlungen mit Geschichte

Villen von Industriellen und Bildungsbürgern, enteignete Sammlungen nach 1938 und ganze Häuser mit Dachboden: In Hietzing kommen Masken und Figuren, deren Herkunft sich oft belegen lässt.

Die Villenviertel zwischen Gloriettegasse, Wenzgasse und Ober St. Veit entstanden ab 1900 für ein Publikum aus Industriellen und Bildungsbürgertum gebaut, das Kunst der Moderne sammelte – und mit ihr mitunter auch afrikanische Masken, ozeanische Schnitzereien oder präkolumbische Keramik. Oft bewohnte eine Familie dasselbe Haus über Generationen, sodass eine Verlassenschaft vom Gartenhaus bis zum Dachboden reicht. Dort tauchen auch Reisemitbringsel der Nachkriegszeit auf, etwa aus Diplomaten- oder Ingenieursfamilien.

Egon Schiele liegt im Friedhof Ober St. Veit, Gustav Klimt hatte sein letztes Atelier in der Feldmühlgasse; beide gehören zur Wiener Moderne, deren Sammler im Bezirk wohnten. Adolf Loos, der hier unter anderem Haus Steiner und Haus Scheu baute, eröffnete seinen Vortrag „Ornament und Verbrechen“ mit einem Bild aus Neuguinea – aus heutiger Sicht ein Text voller kolonialer Klischees, der zeigt, wie präsent außereuropäische Kunst im Denken der Moderne war. Die Werkbundsiedlung von 1932 führte diese Moderne ins Wohnen.

Bei Sammlungen aus Hietzinger Villen greifen zwei Herkunftsfragen ineinander: wie ein Objekt in Afrika oder Ozeanien erworben wurde und wo es zwischen 1938 und 1945 war. Beides prüfen wir, bevor wir ein Angebot nennen. Alte Fotos der Villeneinrichtung, Inventare und Versicherungslisten helfen dabei. Die Besichtigung ist kostenlos und kann das ganze Haus samt Gartenhaus einschließen.

Was in Hietzing häufig auftaucht

  • Afrikanische Masken und Figuren aus Sammlerhaushalten der Moderne – Villen um Gloriettegasse und Wenzgasse
  • Präkolumbische Keramik – nur mit geklärter Herkunft und Ausfuhrgeschichte
  • Ozeanische Schnitzereien – Villenbestände, deren Erwerb sich über Inventare und Fotos rekonstruieren lässt

Mit Bezug zu Hietzing

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 13. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 13. Bezirk.

Künstler

4

Epochen & Stile

3

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Tribal Art & außereuropäische Kunst

Kaufen Sie Objekte mit Federn, Fell oder Elfenbein?

Nur mit den Nachweisen, die das Artenschutzrecht verlangt. Elfenbein unterliegt seit 2022 besonders strengen EU-Regeln. Wir prüfen Material und Rechtslage bei der Besichtigung.

Wir haben die Sammlung eines Missionars geerbt – wie gehen wir vor?

Lassen Sie die Sammlung beisammen und suchen Sie Briefe, Listen, Fotos und Tagebücher zusammen. Solche Unterlagen belegen Herkunft und Zeit und steigern das Interesse erheblich. Wir bewerten den Bestand vor Ort als Ganzes.

Kaufen Sie präkolumbische Keramik?

Nur wenn belegt ist, dass die Stücke vor 1970 rechtmäßig aus ihrem Ursprungsland ausgeführt wurden. Fälschungen sind in diesem Gebiet sehr häufig; Thermolumineszenz-Gutachten älterer Sammlungen helfen bei der Einschätzung.

Soll ich eine Figur reinigen oder ölen?

Bitte nicht. Die Oberfläche mit ihrer Patina und eventuellen Opferspuren ist Teil des Objekts und seines Werts. Staub lässt sich später fachgerecht entfernen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.