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Alte Meister im 13. Bezirk, 1130 Wien

Alte Meister aus Hietzinger Villen und Sommerhäusern

Schönbrunn zog im 18. Jahrhundert Hofbeamte und Adel nach Hietzing. Aus ihren Sommerhäusern und den späteren Villen kommen Bildnisse, Veduten und Kabinettbilder.

Schon im 18. Jahrhundert bauten Hofbeamte und Adel in Hietzing Sommerhäuser in Sichtweite der Residenz; ab 1900 folgten die Villenviertel um Gloriettegasse, Wenzgasse und in Ober St. Veit. Viele Häuser wurden von derselben Familie über Generationen bewohnt, und Verlassenschaften umfassen ganze Häuser mit Dachboden, Keller und Gartenhaus. Bildnisse von Vorfahren, Stillleben, italienische Veduten als Reiseerinnerung und Andachtsbilder hängen dort neben Biedermeiermöbeln und Grafik der Wiener Moderne – Sammlungen, die über ein Jahrhundert gewachsen sind.

Schloss Schönbrunn geht auf Pläne Fischer von Erlachs zurück und erhielt 1743–1763 durch Nikolaus Pacassi seine heutige Gestalt. Martin van Meytens malte den Gemäldezyklus zur Hochzeit Josephs II. von 1760, der im Schloss hängt, Bernardo Bellotto 1759/60 eine Ansicht von Schönbrunn. Die Rokoko-Interieurs mit Boiserien und Porzellanöfen zeigen, wie Bildnisse, Supraporten und Dekorationsbilder im Raum zusammenwirkten. Für Bildnisse aus dem Umkreis des Hofes ist das Schloss damit die nächstgelegene Vergleichssammlung.

Nach 1938 wurden zahlreiche Hietzinger Villen enteignet, ihre Einrichtungen und Sammlungen zerstreut; die Provenienzforschung beschäftigt sich bis heute mit diesen Beständen. Bei Gemälden mit Bezug auf die Jahre 1938 bis 1945 klären wir die Herkunft vor dem Angebot. Die Besichtigung ganzer Häuser ist kostenlos und schließt Dachboden und Gartenhaus ein; für Hanglagen in Ober St. Veit und Hacking planen wir Zufahrt und Trageweg im Voraus.

Was in Hietzing häufig auftaucht

  • Ahnenbildnisse des 18. Jahrhunderts – Sommerhäuser von Hofbeamten und Adel nahe Schönbrunn
  • Italienische Veduten und Capricci – Reiseerinnerungen großbürgerlicher Villenhaushalte
  • Supraporten und Dekorationsbilder – Ausstattung repräsentativer Villenräume

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 13. Bezirk.

Künstler

80

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

16

Fragen zu Alte Meister

Was ist eine alte Expertise wert?

Eine Expertise ist so belastbar wie ihr Verfasser und der Forschungsstand zu ihrem Datum. Gutachten aus den 1920er- bis 1960er-Jahren werden heute oft anders beurteilt. Sie fließen in die Bewertung ein, ersetzen aber nicht die Prüfung des Bildes.

Kann ich nur den Rahmen verkaufen?

Ja. Rahmen aus Barock und Régence werden auch ohne Bild gesammelt, weil Händler und Museen passende Fassungen für ihre Bestände suchen. Fotos von Ecke, Profil und Rückseite genügen für eine erste Einschätzung.

Mein Bild ist mit „Brueghel“ beschriftet – ist es ein Original?

Ein Name auf Rahmen oder Rückseite gibt zunächst die Meinung früherer Besitzer wieder. Von Pieter Brueghel d. J. und Jan Brueghel d. Ä. existieren zahlreiche Werkstattfassungen und Nachfolgearbeiten, die eigenen Marktwert haben. Die Einstufung klärt erst der Vergleich von Malweise, Bildträger und Komposition.

Soll ich das Bild vor dem Verkauf reinigen lassen?

Nein. Eine unsachgemäße Reinigung kann Lasuren und Signaturen abtragen, die für die Zuschreibung entscheidend sind. Lassen Sie Schmutz und Firnis unverändert; der Zustand wird bei der Bewertung berücksichtigt.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.