Art-déco-Silber
Geometrisches Silber der 1920er- und 1930er-Jahre aus Paris, Wien, Kopenhagen und Deutschland.
Im Art déco wurde Silber zu klaren, geometrischen Formen mit glatten, spiegelnden Flächen. Jean Puiforcat in Paris schuf Service und Tafelgerät aus Kugeln, Zylindern und Kegeln mit Griffen aus Holz, Bergkristall oder Elfenbein, Christofle ließ Entwürfe von Luc Lanel ausführen. In Wien setzten die Wiener Werkstätte und Entwerfer wie Josef Hoffmann und Oswald Haerdtl auf kannelierte und facettierte Formen, Georg Jensen in Kopenhagen auf weiche, organische Linien. Daneben entstanden Zigarettenetuis, Dosen, Cocktailshaker und Toilettegarnituren mit Guillochierung und Emailauflagen.
Gesucht sind Arbeiten namhafter Entwerfer und Silberschmiede in gutem Zustand. Entwerfer und Hersteller wiegen schwerer als Feingehalt und Gewicht, die Form muss gut erhalten sein. Spiegelnde Flächen zeigen Kratzer und Dellen deutlich, die den Wert mindern; Polierspuren sollten nicht zu tief sein. Griffe aus Elfenbein unterliegen den EU-Regeln, solche aus Holz oder Bakelit nicht. Anonymes Art-déco-Silber wird nach Qualität und Gewicht eingestuft. Viele Entwürfe wurden später nachgefertigt, Punzen und Machart klären das Alter.
Woran man es erkennt
- Geometrische Formen
- Jean Puiforcat
- Kannelierte Wiener Arbeiten
- Spätere Nachfertigungen
Künstler & Entwerfer
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