Manufaktur: Silber & Metall
Berndorfer Metallwarenfabrik
Berndorf (Niederösterreich), seit 1843
Niederösterreichische Metallwarenfabrik, 1843 von Alexander Schoeller und Hermann Krupp gegründet; Besteck und Tafelgerät aus Alpacca, versilbert.
Alexander Schoeller und Hermann Krupp gründeten 1843 im Triestingtal in Berndorf eine Fabrik für Besteck aus Metall. Unter Arthur Krupp (1856–1938) wuchs sie zu einem der größten Industriebetriebe Niederösterreichs mit mehreren tausend Beschäftigten. Krupp ließ für die Arbeiter Wohnhäuser, Schulen, Kirche und ein Theater bauen, die das Ortsbild bis heute prägen. Die Fabrik lieferte Besteck und Geschirr für Haushalte, Hotels, Bahn und Armee. Nachfolgeunternehmen bestehen in Berndorf weiter.
Hauptprodukt war Besteck aus Alpacca, einer Kupfer-Nickel-Zink-Legierung, die versilbert oder unversilbert verkauft wurde, dazu Tafelgerät wie Platten, Terrinen, Kaffee- und Teeservice, Tabletts, Brotkörbe und Menagen. Für Hotels und Speisewagen fertigte Berndorf robustes Hotelsilber, oft mit Aufschrift des Betriebs. Später kamen Kochgeschirr aus Edelstahl und Aluminium hinzu. Besteckkassetten aus Berndorf sind in österreichischen Haushalten weit verbreitet. Die Muster trugen Namen und Nummern im Firmenkatalog.
Die Stücke tragen eine Fabrikmarke mit einem aufrechten Bären und dem Namen Berndorf, häufig mit „Alpacca“, Angaben zur Versilberung und dem Namen Krupp. Weil Alpacca kein Edelmetall ist, fehlen staatliche Feingehaltspunzen; Silberanteil besteht nur in der Auflage. Versilbertes Besteck wird nach Muster, Vollständigkeit und Zustand der Versilberung beurteilt; durchgeriebene Stellen an Löffeln und Gabeln zeigen das gelbliche Grundmetall. Kassetten erhöhen das Interesse.
Entwerfer & Personen
- Alexander Schoeller
- Hermann Krupp
- Arthur Krupp
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Ebenfalls: Silber & Metall
- Alessiseit 1921
- Alexander Sturmspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Argentor-Werkeum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Bruckmann & Söhne1805–1973
- Werkstätte Carl Auböckseit 1912
- Christofleseit 1830
- Elkingtonum 1830 bis 1960er-Jahre
- Georg Jensen Sølvsmedieseit 1904
- Gorhamseit 1831
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- J. C. KlinkoschMitte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Jarosinski & Vaugoinseit 1847
- Kayserzinnum 1885 bis um 1930
- Koch & Bergfeldseit 1829
- Liberty & Co.seit 1875
- Mayerhofer & KlinkoschMitte 19. Jahrhundert
- Orivitum 1894 bis um 1905, danach bei WMF
- Osirisum 1899 bis um 1914
- Puiforcatseit 1820
- Robbe & Berkingseit 1874
- Tiffany & Co.seit 1837
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Wilkensseit 1810
- WMFseit 1853
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