Französisches Silber
Tafelsilber und Besteck mit Minervakopf-Punze aus Paris, von Puiforcat, Christofle und anderen Silberschmieden.
Seit 1838 bezeichnet in Frankreich der Kopf der Minerva den Feingehalt von Silber: Die Ziffer 1 steht für 950, die Ziffer 2 für 800 Tausendteile. Das Meisterzeichen sitzt in einer Raute, kleine Gegenstände tragen eigene Prüfzeichen wie den Wildschweinkopf. Pariser Silberschmiede lieferten Besteck, Kaffeeservice, Terrinen, Leuchter und Tafelgerät im Stil Louis-seize und Empire. Puiforcat, 1820 gegründet, wurde im Art déco mit geometrischen Formen und Griffen aus Holz, Bergkristall oder Elfenbein bekannt, Christofle fertigte vor allem versilbertes Tafelgerät, aber auch Massivsilber.
Geprüft werden Werkstatt, Feingehaltsstufe, Entstehungszeit, Machart, Gewicht und Zustand. Silber von Puiforcat, besonders Art-déco-Entwürfe von Jean Puiforcat, und Besteck in vollständigen Garnituren sind gesucht. Ein Minervakopf mit Ziffer 1 zeigt den höheren Feingehalt. Christofle-Ware ohne Minervakopf ist versilbert und wird nach Modell und Zustand bewertet. Elfenbeingriffe unterliegen den EU-Regeln. Abgenutzte Punzen, Dellen und Reparaturen mindern. Fotos von Minervakopf und Meisterraute erleichtern die Zuordnung.
Woran man es erkennt
- Minervakopf seit 1838
- Meisterzeichen in Raute
- Jean Puiforcat
- Christofle versilbert
Hersteller
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