Manufaktur: Silber & Metall
WMF
Geislingen an der Steige (Württemberg), seit 1853
Württembergische Metallwarenfabrik aus Geislingen; versilbertes Jugendstilgerät, Ikora-Metall und Ikora-Glas, Myra-Kristall und Cromargan.
Daniel Straub gründete 1853 in Geislingen an der Steige eine Metallwarenfabrik, die sich 1880 mit der Esslinger Firma Ritter & Co. zur Württembergischen Metallwarenfabrik zusammenschloss. Um 1900 war WMF einer der größten Metallwarenhersteller der Welt mit Filialen in vielen europäischen Städten, auch in Wien. Ab 1883 kam eine Glashütte hinzu. In den 1920er-Jahren entwickelte das Unternehmen Cromargan, einen rostfreien Stahl für Besteck und Geschirr. WMF produziert weiterhin in Geislingen.
Typisch für den Jugendstil sind versilberte Gefäße aus Britanniametall mit Frauengestalten, Pflanzen und geschwungenen Formen: Jardinieren, Tafelaufsätze, Visitenkartenschalen, Leuchter und Spiegel. In den 1920er-Jahren entstanden Ikora-Metall mit farbig patinierten Oberflächen, das Ikora-Glas mit Blasen und Farbschlieren unter Karl Wiedmann sowie das irisierende Myra-Kristall. Wilhelm Wagenfeld entwarf in den 1950er-Jahren Gebrauchsgerät und Besteck für WMF. Für Hotels und Gaststätten lieferte WMF versilbertes Hotelsilber.
Die Marken zeigen einen Strauß, abgeleitet vom Namen Straub, in einer Raute, später die Buchstaben „WMF“, dazu Angaben wie „I/O“ für die Silberauflage und „OX“ für oxidierte Oberflächen. Ikora- und Myra-Glas ist meist ungemarkt und wird über Form und Technik bestimmt. Versilbertes Jugendstilgerät ist reichlich vorhanden; gut erhaltene Versilberung, vollständige Glaseinsätze und seltene Modelle steigern das Interesse. Kataloge verzeichnen alle Modellnummern.
Entwerfer & Personen
- Daniel Straub
- Karl Wiedmann
- Wilhelm Wagenfeld
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Ebenfalls: Silber & Metall
- Alessiseit 1921
- Alexander Sturmspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Argentor-Werkeum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Berndorfer Metallwarenfabrikseit 1843
- Bruckmann & Söhne1805–1973
- Werkstätte Carl Auböckseit 1912
- Christofleseit 1830
- Elkingtonum 1830 bis 1960er-Jahre
- Georg Jensen Sølvsmedieseit 1904
- Gorhamseit 1831
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- J. C. KlinkoschMitte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Jarosinski & Vaugoinseit 1847
- Kayserzinnum 1885 bis um 1930
- Koch & Bergfeldseit 1829
- Liberty & Co.seit 1875
- Mayerhofer & KlinkoschMitte 19. Jahrhundert
- Orivitum 1894 bis um 1905, danach bei WMF
- Osirisum 1899 bis um 1914
- Puiforcatseit 1820
- Robbe & Berkingseit 1874
- Tiffany & Co.seit 1837
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Wilkensseit 1810
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