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Silber & Tafelsilber im 18. Bezirk, 1180 Wien

Silber aus Währing: Cottage-Villen und Geymüllerschlössel

Das Geymüllerschlössel bewahrt Biedermeiermöbel und Alt-Wiener Uhren, die Villen im Cottage ganze Silberkästen: Währing zählt zu den silberreichsten Bezirken Wiens.

Große Altbauwohnungen um Gentzgasse und Kutschkermarkt, Villen im Cottageviertel und in Pötzleinsdorf, Einfamilienhäuser in Gersthof: Währing hat einen hohen Anteil an Haushalten, die über Jahrzehnte von denselben Familien bewohnt wurden. Speisezimmer und Souterrain bewahren Silberkästen, Tafelaufsätze, Kaffee- und Teeservice und Tabletts. In den Sommerfrischen von Pötzleinsdorf und Gersthof, wo wohlhabende Wiener Familien im 18. und 19. Jahrhundert Sommerhäuser hatten, ist Biedermeiersilber zu erwarten, in Gelehrtenhaushalten Ehrengaben mit Widmung.

Der Bankier Johann Heinrich von Geymüller ließ 1808 das Geymüllerschlössel errichten; heute zeigt das MAK dort Biedermeiermöbel und Alt-Wiener Uhren, an denen sich Formen dieser Zeit vergleichen lassen. Friedrich von Schmidt baute die Weinhauser Pfarrkirche in der Gentzgasse. 1939 mussten jüdische Familien Gold- und Silbergegenstände abliefern; viele wurden aus dem Cottage vertrieben, Villen und Einrichtungen enteignet, und Rückstellungsverfahren nach 1945 betrafen zahlreiche Cottage-Haushalte.

Stammt Silber aus einem Cottage-Haushalt, der zwischen 1938 und 1945 betroffen war, steht die Herkunftsfrage am Anfang; Inventare, Rückstellungsakten oder Familienbriefe sind dabei wertvoll. Silberkästen im Souterrain sehen wir uns vor Ort an, weil Feuchtigkeit dort Etuis und Samt angreift. Bitte reinigen Sie nichts vorab. Für die Ersteinschätzung genügen Fotos von Punzen, Monogrammen und Widmungen, die wir anschließend bei der Besichtigung mit dem Bestand abgleichen.

Was in Währing häufig auftaucht

  • Silberkästen, Tafelaufsätze und Teeservice – Villen im Cottageviertel und große Altbauwohnungen um die Gentzgasse.
  • Biedermeiersilber – Sommerfrischen in Pötzleinsdorf und Gersthof.
  • Ehrengaben mit Widmungsgravur – Gelehrtenhaushalte im Umfeld von Universitätssternwarte und Bodenkultur.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 18. Bezirk.

Künstler

16

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

30

Materialien, Techniken & Punzen

34

Fragen zu Silber & Tafelsilber

Hat versilbertes Besteck einen Wert?

Versilbertes Besteck enthält nur eine dünne Silberschicht und wird nicht nach Gewicht bewertet. Gefragt sind vollständige Garnituren bekannter Hersteller wie Christofle, WMF oder Berndorf in gutem Zustand und Tafelgerät mit Designgeschichte.

Soll ich das Silber vor dem Verkauf putzen?

Nicht nötig. Anlaufen ist normal und mindert den Wert nicht, starkes Polieren kann dagegen Punzen, Gravuren und Vergoldungen abtragen. Für Fotos genügt ein weiches Tuch, um die Punzen lesbar zu machen.

Was ist ein gefüllter Leuchter?

Bei gefüllten Leuchtern ist der Fuß aus dünnem Silberblech mit Kitt, Pech oder Gips beschwert. Das Gesamtgewicht täuscht daher über den Silberanteil; bewertet werden Ausführung und das geschätzte Silbergewicht.

Mindern Monogramme den Wert?

Einfache Monogramme mindern meist nur leicht, weggeschliffene Gravuren dagegen stärker, weil die Wandung dünner wird. Wappen bekannter Familien und Widmungen mit Bezug zur Geschichte können das Interesse sogar erhöhen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.