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Volkskunst & Krippen im 13. Bezirk, 1130 Wien

Wallfahrt, Sommerfrische, Villa: Volkskunst aus Hietzing

Die alte Wallfahrtskirche Maria Hietzing, Sommerhäuser aus der Biedermeierzeit und Villen mit Landhauszimmern: Hietzinger Häuser bewahren Volkskunst über viele Generationen.

Die Sommerhäuser, die sich Hofbedienstete und Adelige in Schönbrunns Nachbarschaft errichteten, bewahren Biedermeier-Hausrat: Hinterglasbilder, Fatschenkinder unter Glassturz, Wachsstöcke und Klosterarbeiten. In den Villenvierteln um Ober St. Veit und Lainz richteten Familien um 1900 mitunter Landhauszimmer im Heimatstil ein, mit bemalten Truhen, Gmundner Keramik und Westerwälder Steinzeugkrügen. Weil viele Häuser in derselben Familie blieben, umfassen Verlassenschaften Dachböden und Gartenhäuser mit Krippen und Brauchtumsgerät.

Die Pfarrkirche Maria Hietzing war über Jahrhunderte ein Wallfahrtsort, an dem Gläubige Votivgaben darbrachten; diese Tradition reicht weit vor die Villenzeit zurück. Der Ortskern von Ober St. Veit bewahrt die Struktur des alten Dorfes. Im Biedermeier wurde Hietzing Ausflugsort, 1844 stand Johann Strauss (Sohn) im Casino Dommayer erstmals vor Publikum. Die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten, für Kaiserin Elisabeth errichtet, zeigt mit Interieurs nach Entwürfen Hans Makarts den Geschmack der Ringstraßenzeit.

Votivtafeln und Wachsvotive kaufen wir nur, wenn feststeht, dass sie nie Teil einer Kirchenausstattung waren. Stammt Inventar aus einer Villa, die nach 1938 ihren Eigentümern entzogen wurde, geht die Klärung der Provenienz dem Angebot voraus. Für die kostenlose Besichtigung eines ganzen Hauses planen wir genug Zeit ein, damit Dachboden und Gartenhaus nicht zu kurz kommen.

Was in Hietzing häufig auftaucht

  • Hinterglasbilder, Fatschenkinder und Klosterarbeiten – Biedermeier-Sommerhäuser nahe Schönbrunn
  • Bemalte Truhen und Gmundner Keramik – Landhauszimmer in Villen um Ober St. Veit und Lainz
  • Krippen und Brauchtumsgerät – Dachböden langjährig bewohnter Familienhäuser

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 13. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

24

Fragen zu Volkskunst & Krippen

Kaufen Sie unvollständige Krippen?

Ja. Einzelne Figuren, Figurengruppen, leere Kastenkrippen und Zubehör wie Ställe, Hintergründe oder Tiere werden einzeln bewertet. Oft lassen sich Figuren mehrerer Jahrzehnte nach Herkunft trennen, was ihren Wert erst sichtbar macht.

Hat ein Hinterglasbild aus der Sommerfrische Wert?

Das hängt von der Technik ab. Gemalte Bilder aus Sandl, Buchers oder Augsburg sind gesucht, Hinterglasdrucke des 20. Jahrhunderts deutlich weniger. Ein Foto der Rückseite verrät den Unterschied.

Was ist mit Votivtafeln aus einer aufgelassenen Kapelle?

Votivtafeln gehören in der Regel der Kirche oder dem Eigentümer der Kapelle. Wir übernehmen sie nur, wenn der rechtmäßige Besitz belegt ist, etwa bei einer Hauskapelle in Familienbesitz. Bitte klären Sie das vorab mit der Pfarre.

Lohnt die Bewertung einzelner Model oder Spanschachteln?

Ja. Lebzeltmodel mit fein geschnittenen Motiven und bemalte Brautschachteln haben eigene Sammler. Größere Sätze bewerten wir gemeinsam.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.