Material: Email, Steine & Schmuck
Glasfluss, der auf Metall aufgeschmolzen wird; Oberbegriff für Zellen-, Gruben-, Fenster- und Maleremail, für Jugendstilschmuck, Dosen und Emailschilder.
Email ist eine glasartige Masse aus Quarz, Flussmitteln und färbenden Metalloxiden, die gemahlen, auf Metall aufgetragen und bei etwa 750 bis 900 °C aufgeschmolzen wird. Als Träger dienen Gold, Silber, Kupfer und Stahlblech. Nach der Technik unterscheidet man Cloisonné mit aufgelöteten Stegen, Champlevé mit ausgehobenen Gruben, Plique-à-jour ohne Rückwand, Limoges-Email als Malerei auf Kupfer und Guilloché-Email über maschinell gravierter Oberfläche.
Im Jugendstil nutzten Wiener Werkstätte, Goldschmiede und Silberwarenfabriken Email für Schmuck, Dosen, Leuchter und Beschläge, oft zusammen mit Halbedelsteinen und gehämmertem Silber. Fabergé machte das Guilloché-Email berühmt. Industriell entstanden ab dem späten 19. Jahrhundert Emailgeschirr sowie Emailschilder für Werbung, Straßennamen und Hausnummern.
Echtes Email ist hart, kühl und glasig; Abplatzungen zeigen das Metall und scharfe Glaskanten. Ausbesserungen mit Kaltemail aus Kunstharz sind weicher, lassen sich mit einer Nadel ritzen und leuchten unter UV-Licht anders als der Glasfluss. Haarrisse, Abplatzungen und Ergänzungen mindern den Wert deutlich. Bei Emailschildern sprechen mehrere Schichten, Herstellerangaben und Gebrauchsspuren für ein altes Stück.
So prüfen Sie es
- glasige, harte und kühle Oberfläche
- Abplatzungen mit scharfen Glaskanten
- Metallstege bei Zellenschmelz
- Kaltemail-Ausbesserungen weicher und matter
- mehrere Schichten bei Emailschildern
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