Ehrbar im 4. Bezirk, 1040 Wien
Ehrbar auf der Wieden: Klavierfabrik und Ehrbar-Saal in der Mühlgasse
1877 eröffnete Friedrich Ehrbar im Fabrikgebäude in der Mühlgasse einen Konzertsaal, der bis heute bespielt wird.
In der Mühlgasse mit ihren Biedermeierhäusern betrieb Friedrich Ehrbar seine Klavierfabrik und eröffnete 1877 im Fabrikgebäude den Ehrbar-Saal. Ehrbar hatte 1855 die Werkstatt der Familie Seuffert übernommen und als k. u. k. Hof-Klavierverfertiger zu einer der großen Wiener Klavierfabriken ausgebaut. Der Saal liegt wenige Gehminuten vom Naschmarkt und vom Freihausviertel, wo 1791 die „Zauberflöte“ ihre Uraufführung erlebte, und dient bis heute Konzerten. Die Klavierfertigung endete im 20. Jahrhundert, der Name blieb mit dem Saal verbunden.
Ehrbar-Instrumente standen in Bürgerwohnungen, Salons und Musikschulen; auf dem Markt sind häufig Pianinos und Stutzflügel. Name und Hoftitel auf dem Vorsatzbrett, die Seriennummer im Inneren und die Konstruktion datieren ein Instrument. Für den Wert entscheiden Resonanzboden, Mechanik, Gehäuse und Furnier; restaurierungsbedürftige Instrumente bewerten wir nüchtern. Elfenbeinbeläge auf den Tasten prüfen wir auf die gesetzlichen Ausnahmen. Notenbestände und Klavierhocker aus derselben Wohnung nehmen wir gleich mit auf.
Sparten im 4. Bezirk
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