Gamben und historische Streichinstrumente
Violen da Gamba, Viole d'amore, Barytons und andere Streichinstrumente des Barock, mit Bünden, Resonanzsaiten und geschnitzten Köpfen.
Vor dem Siegeszug der Geigenfamilie spielte man in Kirchen und Kammermusik Gamben in mehreren Größen, mit Bünden und flachem Boden. Die Viola d'amore hat zusätzlich zu den gestrichenen Saiten Resonanzsaiten aus Draht, die mitschwingen, und häufig einen geschnitzten Kopf mit verbundenen Augen anstelle der Schnecke. Im Wien des 18. Jahrhunderts bauten Geigenmacher solche Instrumente für Hof und Adel. Joseph Haydn schrieb für seinen Dienstherrn Fürst Nikolaus Esterházy über hundert Werke für das Baryton, eine Gambe mit Resonanzsaiten, die zugleich gezupft werden konnten.
Den Wert bestimmen Alter, Erbauer, Originalität und Erhaltung. Viele Gamben wurden im 19. Jahrhundert zu Violoncelli umgebaut, viele Viole d'amore zu Bratschen; Spuren solcher Umbauten mindern den Wert, sind aber für die Instrumentengeschichte aufschlussreich. Gesucht sind unveränderte Instrumente mit originalem Kopf, Wirbelkasten und Zettel. Nachbauten des 20. Jahrhunderts für die Alte-Musik-Bewegung haben einen eigenen Markt. Fotos von Kopf, Wirbelkasten und Innenzettel erleichtern die Einordnung.
Woran man es erkennt
- Violen da Gamba
- Viole d'amore mit Resonanzsaiten
- Barytons
- Geschnitzte Köpfe
- Unveränderte Barockinstrumente
- Nachbauten für Alte Musik
Hersteller
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