Kontragitarren
Wiener Gitarren mit zweitem Hals und frei schwingenden Basssaiten, das Begleitinstrument der Schrammelmusik.
Die Kontragitarre, im Volksmund Schrammelgitarre, ist eine Wiener Bauform des 19. Jahrhunderts: Neben dem Griffbrett mit sechs Saiten trägt sie einen zweiten, griffbrettlosen Hals mit zusätzlichen Basssaiten, die leer angeschlagen werden. So konnte ein einzelner Gitarrist die tiefen Töne und die Begleitharmonien zugleich übernehmen. Ab 1878 spielten die Brüder Johann und Josef Schrammel mit Kontragitarre und Geigen in Heurigen und Gasthäusern, später kam die Klarinette oder die Knopfharmonika hinzu. Wiener Gitarrenbauer fertigten diese Instrumente bis ins 20. Jahrhundert in verschiedenen Größen.
Den Wert bestimmen Erbauer, Alter, Zahl der Basssaiten, Holz und Erhaltung. Instrumente mit Zettel und Brandstempel bekannter Wiener Werkstätten sind gesucht, ebenso Kontragitarren mit originaler Mechanik an beiden Hälsen. Risse in der großen Decke, verzogene Basshälse und fehlende Wirbel sind häufig und reparabel. Auch Instrumente aus dem Besitz bekannter Wiener Musiker finden Interesse, wenn die Herkunft belegt ist. Bitte lagern Sie die Gitarre nicht neben der Heizung.
Woran man es erkennt
- Kontragitarren mit Basshals
- Instrumente mit Wiener Brandstempel
- Originale Mechaniken an beiden Hälsen
- Kontragitarren aus Musikerbesitz
- Kästen für Kontragitarren
- Instrumente des 19. Jahrhunderts
Kontragitarren verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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