Indische Miniaturmalerei
Malerei in deckenden Farben auf Papier aus den Höfen der Moguln und der Rajputen, vom 16. bis ins 19. Jahrhundert.
Am Hof der Moguln entstand ab dem 16. Jahrhundert eine Buchmalerei, die persische Vorbilder mit indischer Beobachtung verband: Herrscherbildnisse, Jagd- und Hofszenen, Tier- und Pflanzenstudien für Alben. Die Rajputenhöfe in Mewar, Bundi oder Kishangarh und die Bergstaaten des Pahari-Gebiets mit Basohli und Kangra entwickelten eigene Stile mit kräftigen Farben und Szenen aus Krishna-Legenden und Ragamala-Folgen. Gemalt wurde mit deckenden Pigmenten und Gold auf geglättetem Papier. Im 19. Jahrhundert entstand für britische Käufer die sogenannte Company School.
Den Wert bestimmen Schule, Alter, Feinheit und Erhaltung; Abrieb, Wasserflecken und spätere Übermalung mindern ihn. Kopien des 20. Jahrhunderts auf altem Papier sind häufig und an flacher Farbigkeit und fehlender Tiefe der Goldhöhungen erkennbar. Inschriften auf der Rückseite, alte Albumblätter mit Bordüren und Sammlungsstempel helfen bei der Einordnung. Malerei auf Glimmer aus dem 19. Jahrhundert bildet ein eigenes, kleineres Gebiet.
Woran man es erkennt
- Mogulminiaturen mit Hofszenen
- Rajputenmalerei aus Mewar und Kishangarh
- Pahari-Malerei aus Kangra und Basohli
- Ragamala-Blätter
- Company-School-Malerei
- Albumblätter mit Bordüren
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