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Antiquitäten Wien

Asiatika im 18. Bezirk, 1180 Wien

Asiatika aus dem Währinger Cottage

Das Geymüllerschlössel von 1808 trägt orientalisierende Details, die Cottagevillen bewahren Sammlungen von Gelehrten. Währinger Asiatika haben oft eine dokumentierte Geschichte.

Professoren der Universität und der Bodenkultur, Ärzte und Schriftsteller bewohnten das Cottage über Jahrzehnte, viele Villen mit Souterrain, Dachboden und Bibliothek. In solchen Haushalten wurden Asiatika gesammelt wie Bücher: japanische Holzschnitte in Mappen, chinesische Bronzen auf dem Schreibtisch, Seladon-Schalen, Rollbilder, Netsuke in einer Vitrine, oft mit Notizen zum Erwerb. Um Gentzgasse und Kutschkermarkt liegen große Altbauwohnungen mit ähnlichen, kleineren Beständen, in Gersthof Einfamilienhäuser mit Exportware.

Johann Heinrich von Geymüller, Bankier, ließ sich in Pötzleinsdorf ein Sommerhaus errichten, das Geymüllerschlössel von 1808; seine Fassade mischt klassizistische, neogotische und orientalisierende Formen – frühe Exotik, lange vor dem Japonismus. Heute zeigt es Biedermeiermöbel und Alt-Wiener Uhren. Nach 1938 wurden viele Cottagevillen enteignet, die Sammlungen ihrer Bewohner verstreut; Rückstellungsverfahren betrafen auch Einrichtungen und Kunstbesitz. Im Türkenschanzpark erinnert schon der Name an die osmanischen Stellungen von 1683.

Liegen Inventare, Kaufnotizen oder Briefe zu den Stücken vor, legen Sie sie bei der Besichtigung bereit; sie stützen die Herkunft. Hat ein Stück während der NS-Zeit den Eigentümer gewechselt, recherchieren wir die Provenienz, ehe ein Angebot folgt. Seladon und monochrome Glasuren beurteilen wir am Scherben, der am Fußring sichtbar ist.

Was in Währing häufig auftaucht

  • Japanische Holzschnitte und Netsuke – Gelehrtenhaushalte im Cottage
  • Chinesische Bronzen und Seladon – Arbeitszimmer und Vitrinen in Cottagevillen
  • Rollbilder mit Erwerbsnotizen – Sammlungen mit dokumentierter Geschichte

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 18. Bezirk.

Künstler

3

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Asiatika

Meine Vase hat eine Kaisermarke am Boden – ist sie damit alt?

Nicht unbedingt. Regierungsmarken wurden schon in der Qing-Zeit und massenhaft im 20. Jahrhundert nachgeahmt. Ob ein Stück zur Marke passt, zeigen Scherben, Glasur, Standring und Malerei; dafür brauchen wir scharfe Fotos des Bodens.

Kaufen Sie Netsuke aus Elfenbein?

Nur wenn eine der gesetzlichen Ausnahmen der VO (EU) 2021/2280 zutrifft und die erforderliche Bescheinigung vorliegt. Netsuke aus Buchsbaum, Hirschhorn oder anderen Materialien übernehmen wir ohne diese Einschränkung. Im Zweifel klären wir das Material bei der Besichtigung.

Woran erkenne ich einen originalen japanischen Holzschnitt?

Originaldrucke zeigen unter der Lupe keine Rasterpunkte, sondern Holzmaserung und satte, leicht unregelmäßige Farbflächen. Das Papier ist weich und faserig, oft mit Blindprägung. Siegel von Verleger und Zensor helfen bei der Datierung; spätere Nachdrucke sind häufig, aber ebenfalls nicht wertlos.

Haben Satsuma- und Imari-Vasen aus der Großelternzeit Wert?

Das hängt von der Qualität ab. Meiji-Exportware ist häufig; fein gemalte Satsuma aus Werkstätten wie Kinkozan oder Yabu Meizan und große Imari-Paare sind dagegen gesucht. Auf Fotos lässt sich das meist schon unterscheiden.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.