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Chinesisches Exportporzellan

Für Europa gefertigtes Porzellan mit Wappen, Kanton-Dekoren und europäischen Formen, vom 17. bis ins 20. Jahrhundert.

Seit dem 17. Jahrhundert lieferten die Ostindien-Kompanien chinesisches Porzellan in großen Mengen nach Europa. Im 18. Jahrhundert bestellten Adelsfamilien in Kanton Service mit ihrem Wappen; die weiße Ware kam aus Jingdezhen und wurde in Kanton nach europäischen Vorlagen bemalt. Teekannen, Terrinen, Helmkannen und Teller folgten europäischen Silberformen. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich das Kanton-Porzellan mit dichtem Famille-rose-Dekor aus Figurenszenen, Blumen und Schmetterlingen in Medaillons auf Goldgrund. In Wiener Haushalten finden sich vor allem Kanton-Vasen, Teller und Bowls dieser Art.

Wappenporzellan ist am besten zu bewerten, wenn sich das Wappen einer Familie zuordnen lässt. Kanton-Ware des 19. Jahrhunderts ist häufig; große Bodenvasen, vollständige Service und fein gemalte Stücke sind dennoch gefragt. Abgeriebenes Gold, Haarrisse und Chips am Rand mindern den Wert, Bohrungen für Lampenmontierungen ebenfalls. Ware aus dokumentierten Schiffsladungen trägt oft Auktionsetiketten, die mitgezeigt werden sollten. Auch einzelne Teller aus Wappenservicen sind gefragt, wenn das Wappen deutlich erhalten ist.

Woran man es erkennt

  • Wappenporzellan des 18. Jahrhunderts
  • Kanton-Vasen mit Famille-rose-Dekor
  • Teller und Service nach europäischen Formen
  • Bowls und Punschschalen
  • Blau-weiße Ware für den Export
  • Etiketten aus Schiffsfund-Auktionen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.