Epoche
Qing-Dynastie
Stilperiode Asien, 1644–1911
Letzte chinesische Kaiserdynastie mit Famille verte und Famille rose, Kangxi-Blau-Weiß, Jade, Snuff Bottles und Exportporzellan für Europa.
Die Mandschu eroberten 1644 Peking und begründeten die Qing-Dynastie. Unter den Kaisern Kangxi (1662–1722), Yongzheng (1723–1735) und Qianlong (1736–1795) erreichte das Kunsthandwerk technische Höchstleistungen, gefördert durch kaiserliche Werkstätten. Jesuiten brachten europäische Emailfarben an den Hof. Im 19. Jahrhundert schwächten Opiumkriege und Taiping-Aufstand das Reich; 1911 beendete die Revolution die Monarchie. Kaiser Qianlong sammelte selbst und ließ Kunstwerke mit eigenen Gedichten und Siegeln versehen.
Die Kangxi-Zeit brachte leuchtendes Blau-Weiß und die Famille verte mit Grün und Eisenrot, die Yongzheng-Zeit die Famille rose mit rosa Goldpurpur und feine Monochromglasuren wie Seladon und Kupferrot. Unter Qianlong entstehen Cloisonné, Schnitzlack, Jadeschnitt, Glas und Snuff Bottles in großer Vielfalt. Für Europa produzierte man Wappenporzellan, Imari-Nachahmungen und im 19. Jahrhundert die Kanton-Famille-rose. Drachenroben, Rangabzeichen und Hartholzmöbel gehören ebenfalls dazu. Rangabzeichen der Beamten zeigen Vögel für zivile und Tiere für militärische Ränge.
Der Blaue Chinesische Salon in Schloss Schönbrunn ist mit bemalten chinesischen Papiertapeten ausgestattet. Das Weltmuseum Wien und das MAK bewahren Qing-Kunst. Im Wiener Handel ist Qing-Porzellan die häufigste Gruppe der Asiatika, daneben Cloisonné, Jade, Snuff Bottles, Textilien und Bronzen. Objekte aus Nashorn, Elfenbein und Schildpatt kaufen wir nur mit den nach Artenschutzrecht nötigen Nachweisen. Viele Stücke kamen um 1900 über Diplomaten und Marineangehörige nach Wien.
Qing-Marken in Siegelschrift oder regulärer Schrift wurden im 20. Jahrhundert massenhaft kopiert. Unterscheidungskriterien sind Masse, Fußring, Glasurqualität, Farbaufbau der Emails und Malstil. Jade wird über Härte, Farbe und Bearbeitungsspuren geprüft; gefärbter oder gepresster Stein ist verbreitet. Kanton-Porzellan des 19. Jahrhunderts trägt meist keine Marke. Cloisonné des 20. Jahrhunderts hat glattere Drähte und gleichmäßigere Emails.
Woran man es erkennt
- Famille verte und Famille rose
- Kangxi-Blau-Weiß
- Monochromglasuren wie Seladon und Kupferrot
- Siegelschriftmarken
- Cloisonné und Jadeschnitt
- Snuff Bottles
- Wappenporzellan für Europa
- Drachenroben und Rangabzeichen
Qing-Dynastie verkaufen: in allen 23 Bezirken
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