Epoche
Edo-Zeit
Stilperiode Asien, 1603–1868
Japans Zeit der Tokugawa-Shogune: Farbholzschnitte von Hokusai und Hiroshige, Imari-Porzellan, Maki-e-Lack, Netsuke und Schwertzierat.
Tokugawa Ieyasu wurde 1603 Shogun und machte Edo, das heutige Tokio, zum Machtzentrum. Japan schloss sich ab 1639 weitgehend ab; nur Niederländer und Chinesen durften in Nagasaki handeln. In den wachsenden Städten entstand eine bürgerliche Kultur mit Kabuki-Theater, Teehäusern und Vergnügungsvierteln, deren Bilder der Holzschnitt verbreitete. 1867/68 endete das Shogunat, die Meiji-Restauration öffnete das Land. Edo zählte im 18. Jahrhundert zu den größten Städten der Welt.
Der Farbholzschnitt (Ukiyo-e) entwickelte sich ab 1765 zum Vielfarbendruck; Kitagawa Utamaro malte Frauenbildnisse, Tōshūsai Sharaku Schauspieler, Katsushika Hokusai die „Große Welle“ um 1830, Utagawa Hiroshige die 53 Stationen des Tōkaidō. Porzellan aus Arita, über den Hafen Imari exportiert, trägt Unterglasurblau, Eisenrot und Gold; Kakiemon und Nabeshima sind feinere Gattungen. Lackarbeiten mit Goldstreuung (Maki-e), Inrō, Netsuke, Schwertstichblätter (Tsuba) und Rüstungen sind weitere Gattungen. Verleger wie Tsutaya Jūzaburō organisierten Entwurf, Schnitt und Druck.
Das MAK besitzt japanische Holzschnitte und Färberschablonen, das Weltmuseum Wien japanische Sammlungen, darunter Bestände Heinrich von Siebolds. Im Handel sind Holzschnitte, Imari-Porzellan, Lackarbeiten, Netsuke, Tsuba, Schwerter und Rüstungsteile gefragt. Netsuke aus Elfenbein unterliegen den EU-Beschränkungen; japanische Blankwaffen sind ohne Weiteres handelbar. Wiener Sammler um 1900, darunter Künstler der Secession, erwarben Holzschnitte über Händler in Paris und Wien. Lackkästen und Rüstungen gelangten auch über die Weltausstellung 1873 in Wiener Besitz.
Holzschnitte existieren als Erstauflagen, spätere Auflagen von abgenutzten Stöcken und Nachschnitte der Meiji- und Taishō-Zeit; Papier, Verlegersiegel, Zensursiegel, Farbintensität und Schärfe der Linien unterscheiden sie. Imari-Porzellan wurde in China und Europa nachgeahmt. Netsuke wurden im 20. Jahrhundert in großer Zahl aus Kunstharz und Knochen gefertigt; Patina, Himotoshi-Löcher und Signatur werden geprüft.
Woran man es erkennt
- Ukiyo-e-Farbholzschnitt
- Verleger- und Zensursiegel
- Arita-Imari mit Blau, Rot und Gold
- Kakiemon und Nabeshima
- Maki-e-Lack mit Goldstreuung
- Netsuke und Inrō
- Tsuba und Schwertzierat
- Kabuki- und Landschaftsmotive
Künstler
- Kitagawa Utamaro
- Tōshūsai Sharaku
- Katsushika Hokusai
- Utagawa Hiroshige
- Suzuki Harunobu
- Utagawa Kuniyoshi
Edo-Zeit verkaufen: in allen 23 Bezirken
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