Material: Email, Steine & Schmuck
Jade
Sammelname für die beiden Minerale Nephrit und Jadeit, in China seit Jahrtausenden das bedeutendste Material für Schnitzereien.
Unter Jade fasst der Handel zwei verschiedene Minerale zusammen: Nephrit, ein faseriges Amphibol, und Jadeit, ein körniges Pyroxen. In China wurde Nephrit seit der Jungsteinzeit geschnitten, vor allem aus Lagerstätten bei Hotan in Xinjiang. Jadeit aus Myanmar gelangte erst im 18. Jahrhundert in größeren Mengen nach China und wurde unter dem Namen Feicui geschätzt. Schnitzereien aus der Zeit der Ming-Dynastie und der Qing-Dynastie, Schalen, Siegel, Anhänger und Armreifen zählen zu den gesuchten Asiatika.
Jade ist sehr zäh, schwer und fühlt sich kühl an. Nephrit zeigt einen öligen bis wachsartigen Glanz, Jadeit einen glasigeren mit körniger Struktur unter der Lupe. Ein leichtes Anschlagen ergibt bei Armreifen einen hellen Klang. Serpentin, Glas, gefärbter Quarzit und Aventurin werden als Jade angeboten; sie sind weicher, leichter oder zeigen Bläschen. Gebleichter und mit Kunstharz gefüllter Jadeit, sogenannte B-Jade, und gefärbte C-Jade sind nur im Labor sicher zu erkennen.
Chinesische Jadeschnitzereien hoher Qualität mit nachvollziehbarer Herkunft sind international gesucht. Für die Bewertung zählen Material, Farbe, Schnitzqualität, Alter und Provenienz. Moderne Schnitzereien aus China und Imitationen sind sehr häufig. Bei wertvollen Stücken ist ein gemmologisches Zertifikat für Jadeit üblich. Armreifen aus Jadeit werden nach Farbe, Transparenz und Gleichmäßigkeit beurteilt.
So prüfen Sie es
- kühle, schwere, zähe Steine
- öliger Glanz bei Nephrit
- körnige Struktur bei Jadeit
- heller Klang bei Armreifen
- Laborprüfung gegen B- und C-Jade
Jade verkaufen: in allen 23 Bezirken
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