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Material: Edelmetalle

Versilberung

Dünne Silberschicht auf unedlem Metall, seit 1840 meist galvanisch aufgebracht und durch Auflagezahlen in ihrer Menge bezeichnet.

Versilberte Ware besteht aus einem Grundkörper aus Kupfer, Messing, Alpaka oder Britanniametall mit einer dünnen Silberauflage. Vor 1840 wurde Silber in England als Sheffield Plate aufgeschmolzen, danach setzte sich die galvanische Abscheidung nach dem Patent von Elkington durch. Firmen wie WMF, Christofle und die Berndorfer Metallwarenfabrik produzierten Besteck und Tafelgerät in großen Mengen. Deutsche Hersteller gaben die Silbermenge als Auflagezahl an, etwa 90 Gramm Silber auf 24 Quadratdezimeter Oberfläche.

Typische Angaben sind „90“, „100“ oder „150“ im Kreis oder Rechteck, „EPNS“ für versilbertes Neusilber, „EPBM“ für Britanniametall, „A1“ oder „Silver Plated“. Feingehaltspunzen fehlen. Abgenutzte Stellen an Löffelrücken, Kanten und Griffen zeigen Messing oder Kupfer. Pseudo-Hallmarks in Reihen von drei oder vier Schildchen imitieren englische Stempel. Die Prüflösung reagiert nur auf der Oberfläche. Bei Besteck sitzen die Angaben auf der Rückseite der Griffe und sind oft stark abgegriffen.

Versilberung hat keinen Schmelzwert. Bewertet werden Hersteller, Entwurf, Vollständigkeit und Zustand der Auflage. Jugendstilgerät von WMF oder Christofle und Hotelsilber finden Sammler, Gebrauchsbesteck kaum. Eine Neuversilberung verbessert den Zustand, mindert bei historischen Stücken aber die Originalität. Sheffield Plate gilt als eigene Gattung und wird höher eingeschätzt als galvanische Ware.

So prüfen Sie es

  • Auflagezahlen 90, 100 oder 150
  • „EPNS“, „EPBM“, „Silver Plated“
  • Kupfer oder Messing an Abriebstellen
  • Pseudo-Hallmarks
  • keine Feingehaltspunze

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.