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Frühbarock im 2. Bezirk, 1020 Wien

Frühbarock in der Leopoldstadt: die Karmeliterkirche

Die Karmeliterkirche in der Karmelitergasse, im frühen 17. Jahrhundert begonnen, gab dem Karmeliterviertel um Karmelitermarkt und Taborstraße seinen Namen.

Die Karmeliter begannen ihre Kirche in der Karmelitergasse im frühen 17. Jahrhundert, in den Jahren, in denen der Untere Werd 1625 unter Ferdinand II. jüdisches Wohngebiet wurde. Nach der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung 1670 entstand an der Stelle der Synagoge die Leopoldskirche, und Leopold I. verlegte 1671 den Wiener Tandelmarkt auf den Unteren Werd, wo er bis 1730 blieb. Heute prägen Karmelitermarkt, Taborstraße und Gründerzeithäuser das Grätzl, in dem die jüdische Gemeinde wieder wächst.

Frühbarocke Stücke stammen hier selten aus Kirchen, eher aus Familienbesitz: Andachtsbilder, Zinn, Messingleuchter, kleine Holzfiguren und Truhen. Für die Datierung zählen Punzen, Gusstechnik, Werkzeugspuren und Patina; viele „barocke“ Leuchter sind Nachgüsse des 19. Jahrhunderts. Tauchen im selben Haushalt Judaica wie Chanukkaleuchter oder Kidduschbecher auf, klären wir ihre Herkunft vor dem Ankauf, weil Vertreibung und Beraubung ab 1938 gerade dieses Viertel trafen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.