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Wiener Bronzen im 3. Bezirk, 1030 Wien

Wiener Bronzen von der Landstraße: Arsenal, Belvedere, Rennweg

Im Arsenal arbeitete Josef Lorenzl zunächst als Gießer; im Fasan- und Botschaftsviertel treffen Wiener Bronzen auf Stücke, die Diplomaten aus Auslandsposten mitbrachten.

Großbürgerliche Wohnungen im Fasanviertel und am Rennweg, Biedermeierhäuser in der Ungargasse und Kabinettwohnungen in Erdberg ergeben drei sehr verschiedene Bestände. In den Altbauten an der Landstraßer Hauptstraße stehen Tischglocken, Tintenfässer und Tierfiguren oft seit Generationen in derselben Vitrine. Wer als Diplomat oder für eine internationale Organisation nur einige Jahre hier wohnt, bringt Bronzen aus früheren Dienstorten mit; sie stehen nicht selten neben Orientalismus-Figuren aus Wiener Werkstätten und sind von diesen sorgfältig zu unterscheiden.

Josef Lorenzl, später bekannt für schlanke Art-déco-Tänzerinnen auf Onyxsockeln, stand am Anfang seiner Laufbahn als Gießer im Arsenal. Für die Kirche St. Othmar unter den Weißgerbern schuf Franz Barwig die „Goldene Muttergottes“, für den Modenapark Josef Müllner 1913 die Gruppe „Scherzo“. Im Belvedere hängen Werke von Leopold Carl Müller, dessen Orientbilder denselben Themenkreis bedienen wie Carl Kaubas Araber auf Kamelen und Teppichhändler; das Heeresgeschichtliche Museum von Theophil Hansen und Ludwig Förster zeigt orientalisierende Bauformen.

Bei Auflösungen im Botschaftsviertel gibt meist der Umzugstermin den Takt vor; schicken Sie Fotos, sobald die Packliste steht. Wir trennen dann Wiener Bronzen mit Bergman-Marke oder Kauba-Signatur von Stücken aus Auslandsposten, bei denen Herkunft und – sobald Elfenbein- oder Schildpattteile vorhanden sind – Artenschutznachweise zu klären sind. In Erdberg und am Rochusmarkt liegen kleine Bronzen eher im Kellerabteil; dort lohnt der Blick in verschlossene Kartons.

Was in Landstraße häufig auftaucht

  • Orientalische Bronzefiguren von Carl Kauba – Themenverwandtschaft mit der Orientmalerei im Belvedere
  • Art-déco-Tänzerinnen von Josef Lorenzl – Bildhauer mit Anfängen als Gießer im Arsenal
  • Tischglocken und Tintenfässer – Biedermeier- und Gründerzeitwohnungen in Ungargasse und Landstraßer Hauptstraße

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 3. Bezirk.

Künstler

22

Manufakturen & Marken

6

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

10

Fragen zu Wiener Bronzen

Was bedeutet die Signatur „Namgreb“?

„Namgreb“ ist die rückwärts gelesene Form von Bergman. Die Werkstatt verwendete sie vor allem für erotische Klappfiguren, bei denen sich ein Mantel oder Gehäuse öffnen lässt.

Kaufen Sie auch beschädigte Wiener Bronzen?

Ja, sofern Motiv und Ausführung stimmen. Abgebrochene Teile sollten aufbewahrt werden, da sie fachgerecht wieder befestigt werden können. Fehlende Teile mindern je nach Motiv unterschiedlich stark.

Ich habe eine ganze Vitrine voller kleiner Tiere – lohnt sich eine Besichtigung?

Ja. Sammlungen enthalten oft seltene Miniaturen und Gruppen, die einzeln kaum auffallen. Bei der Besichtigung wird jedes Stück geprüft, das Angebot kann die Sammlung oder einzelne Figuren umfassen.

Sind Figuren mit Elfenbeingesicht verkäuflich?

Nur, wenn die gesetzlichen Ausnahmen und Nachweise für Elfenbein vorliegen. Häufig bestehen solche Teile aus Bein oder Kunststoff, was bei der Besichtigung geklärt wird.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.