Ansichtskarten & Ephemera im 3. Bezirk, 1030 Wien
Ansichtskarten der Landstraße: Belvedere, Arsenal und St. Marx
Josef Löwy betrieb ab 1872 ein Atelier für Industrieaufnahmen, Fellner & Helmer bauten das Konzerthaus. Karten von Belvedere, Arsenal und Schlachthof St. Marx sind lokale Klassiker.
Beamten- und Offiziersfamilien aus dem Umfeld von Arsenal und Kasernen, Diplomatenhaushalte im Botschaftsviertel und Altmieter in Erdberg hinterlassen Papier aller Art: Feldpostkarten, Kriegsfürsorgekarten, Programmhefte aus Konzerthaus und Akademietheater, Fahrscheine der Straßenbahn. Die Remise in Erdberg dient als Referenz für Straßenbahn-Ephemera. In Alben der Bezirkshaushalte stecken Karten vom Belvedere-Garten, von der Rinderhalle in St. Marx und vom Heumarkt; gefragt sind belebte Bilder der Landstraßer Hauptstraße mit Geschäften und Straßenbahn.
Ein Atelier für Industrieaufnahmen richtete Josef Löwy ab 1872 im Bezirk ein, August Stauda dokumentierte auch hier das alte Wien vor dem Abbruch. Konzerthaus und Akademietheater errichteten Fellner & Helmer mit Ludwig Baumann 1911–1913; ihre Programmhefte bilden ein eigenes Sammelgebiet. Im Belvedere hängen Genrebilder des Vormärz von Danhauser und Waldmüller, deren Reproduktionen als Kunstdruckkarten verbreitet waren. Der Rabenhof in Erdberg steht für das Rote Wien, Karten neuer Wohnhausanlagen der 1920er-Jahre sammelt man eigens.
Diplomatenhaushalte lösen sich oft in wenigen Wochen auf; schicken Sie uns dann Fotos von Kartons und Alben, damit wir die Besichtigung zeitnah einplanen können. Feldpost und Kriegsfürsorgekarten bewerten wir nach Stempel, Truppenteil und Bildseite. Die Besichtigung kostet nichts. Briefmarken bleiben auf der Karte. Für den Ankauf erhalten Sie Bargeld oder eine Überweisung.
Was in Landstraße häufig auftaucht
- Ansichtskarten von Belvedere, Arsenal und Schlachthof St. Marx – Stadtmotive aus dem Bezirk
- Feldpost- und Kriegsfürsorgekarten 1914–1918 – Offiziers- und Beamtenhaushalte im Umfeld des Arsenals
- Programmhefte von Konzerthaus und Akademietheater – Spielstätten im Bezirk seit 1913
- Straßenbahn-Fahrscheine und Ephemera – Remise in Erdberg als Referenz
Mit Bezug zu Landstraße
Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 3. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.
Josef Löwy
Atelier für Industrieaufnahmen (ab 1872).
August Stauda
Schwerpunkt seiner Aufnahmen des alten Wien vor dem Abbruch.
Fellner & Helmer
Konzerthaus und Akademietheater (1911–1913, mit Ludwig Baumann).
Historismus
Heeresgeschichtliches Museum im Arsenal von Theophil Hansen und Ludwig Förster (1850–1856).
Wiener Secession
Klimts „Kuss“ und weitere Secessionswerke im Belvedere.
Wiener Moderne
Belvedere mit Hauptwerken von Klimt, Schiele und Kokoschka.
Rotes Wien
Rabenhof in Erdberg.
Postimpressionismus
Van Goghs „Die Ebene von Auvers“ im Belvedere, 1903 von der Secession für die Moderne Galerie erworben.
Vormärz
Genrebilder von Danhauser und Waldmüller im Belvedere.
Objektgruppen
- Ansichtskarten der Wiener Bezirke
- Lithografische Gruss-aus-Karten
- Nummerierte Künstlerkarten der Wiener Werkstätte
- Jugendstil-Künstlerkarten
- Echtfoto-Ansichtskarten
- Krampus-, Neujahrs- und Feiertagskarten
- Präge-, Halt-gegen-das-Licht- und Mechanikkarten
- Patriotische Karten und Kriegsfürsorgekarten 1914 bis 1918
- Ereignis- und Ausstellungskarten
- Reklame- und Firmenpostkarten
- Gasthaus-, Heurigen- und Hotelkarten
- Ballspenden und Tanzordnungen
- Theaterzettel und Programmhefte
- Menükarten und Speisekarten
- Spielkarten und Tarock
- Sammelbilder und Reklamemarken
- Glückwunsch- und Visitkarten
- Eintrittskarten und Fahrscheine
- Wallfahrts- und Sterbebildchen
- Ansichtskarten der Kronländer
- Postkartenalben und Spezialsammlungen
- Karten zum Roten Wien
Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 3. Bezirk.
Künstler
27
- Carl Otto Czeschka1878–1960
- Oskar Kokoschka1886–1980
- Moriz Jung1885–1915
- Rudolf Kalvach1883–1932
- Mela Koehler1885–1960
- Josef von Divéky1887–1951
- Maria Likarz1893–1971
- Hilda Jesser1894–1985
- Jutta Sika1877–1964
- Franz Karl Delavilla1884–1967
- Ernst Kutzer1880–1965
- Alfons Mucha1860–1939
- Josef Löwy1834–1902
- August Stauda1861–1928
- Karl Ehn1884–1959
- Klaus Staeckgeb. 1938
- Joseph Binder1898–1972
- Falco1957–1998
- Richard Hamilton1922–2011
- Fellner & HelmerFerdinand Fellner 1847–1916, Hermann Helmer 1849–1919
- Theodor Herzl1860–1904
- Horst Janssen1929–1995
- Anton Karas1906–1985
- Oskar Marmorek1863–1909
- Max Reinhardt1873–1943
- Otto Ernst Schweizer1890–1965
- Fritz Waerndorfer1868–1939
Manufakturen & Marken
12
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Piatnikseit 1824
- Ankerbrotseit 1891
- Artaria & Comp.gegründet 1770
- Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaftgegründet 1829
- Freytag & Berndtseit 1885
- Julius Meinlseit 1862
- k.k. priv. Südbahn-Gesellschaft1858–1923
- Kaiser Ferdinands-Nordbahn1836–1906
- Mannerseit 1890
- Ottakringer Brauereiseit 1837
- Zacherl19. und 20. Jahrhundert
Epochen & Stile
11
- Historismusum 1840–1914
- Gründerzeitum 1850–1914 (Gründerjahre 1867–1873)
- Jugendstilum 1895–1914
- Wiener Secessionab 1897 (Stilprägung bis um 1905)
- Stil der Wiener Werkstätte1903–1932
- Wiener Moderneum 1890–1918
- Art découm 1920–1940
- Rotes Wien1919–1934
- Belle Époqueum 1880–1914
- Postimpressionismusum 1886–1905
- Vormärzum 1830–1848
Materialien, Techniken & Punzen
6
Fragen zu Ansichtskarten & Ephemera
Woran erkenne ich eine Karte der Wiener Werkstätte?
Wiener-Werkstätte-Karten tragen auf der Rückseite den Aufdruck der Werkstätte mit Nummer. Die Entwerfer sind oft mit Monogramm im Bild vermerkt. Nachdrucke unterscheiden sich durch Papier und Druckart.
Was sind Ballspenden?
Damenspenden oder Ballspenden sind kleine Geschenke, die Damen bei Wiener Bällen erhielten, oft mit Tanzordnung und gestaltet von Künstlern oder Kunsthandwerkern. Sie sind ein eigenes Sammelgebiet der Wiener Ballkultur.
Kaufen Sie auch Spielkarten und Sammelbilder?
Ja. Tarockkarten des 19. Jahrhunderts, vollständige Spiele in Originalschachtel, Sammelbilderalben und Reklamemarken nehmen wir an. Unvollständige Spiele bewerten wir im Konvolut.
Wie viele Karten sollten es sein, damit sich ein Termin lohnt?
Schon eine kleine Sammlung mit guten Wiener Motiven lohnt die Besichtigung. Senden Sie uns Fotos einiger Karten; danach sagen wir Ihnen, ob ein Termin sinnvoll ist.
Ansichtskarten & Ephemera in den Nachbarbezirken
Weitere Sparten in Landstraße
- Alte Meister
- Gemälde des 19. Jahrhunderts
- Klassische Moderne
- Zeitgenössische Kunst
- Gemälde & Ölbilder
- Grafik, Zeichnungen & Aquarelle
- Fotografie
- Skulpturen & Plastiken
- Wiener Bronzen
- Jugendstil & Wiener Werkstätte
- Design des 20. Jahrhunderts
- Antike Möbel
- Glas & Kristall
- Porzellan
- Keramik, Majolika & Fayence
- Silber & Tafelsilber
- Gold & Altgold
- Schmuck & Juwelen
- Armbanduhren
- Taschenuhren
- Pendel-, Stand- & Tischuhren
- Teppiche
- Textilien, Stickerei & Spitze
- Lampen, Luster & Leuchter
- Bücher & Antiquariat
- Autographen, Handschriften & Dokumente
- Münzen & Medaillen
- Banknoten & Papiergeld
- Briefmarken
- Militaria, Orden & Uniformen
- Historische Blankwaffen & Rüstungen
- Spielzeug, Puppen & Modellbahnen
- Asiatika
- Ikonen & sakrale Kunst
- Volkskunst & Krippen
- Tribal Art & außereuropäische Kunst
- Wissenschaftliche Instrumente & Globen
- Musikinstrumente
- Grammophone, Radios, Kameras & Technik
- Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst
- Dosen, Miniaturen & Objets de vertu
- Schreibgeräte, Feuerzeuge & Raucherbedarf
- Vintage-Mode, Handtaschen & Accessoires
- Klassische Fahrzeuge
- Altwaren & Hausrat mit Sammlerwert
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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