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Keramik, Majolika & Fayence im 3. Bezirk, 1030 Wien

Keramik verkaufen in der Landstraße: Fliesen, Figuren, Fayencen

Max Fabianis Fliesenfassade für Portois & Fix, Josef Lorenzls Anfänge im Arsenal, die Fliesen des Hundertwasserhauses: Die Landstraße ist ein Bezirk der Baukeramik.

Ungargasse und Landstraßer Hauptstraße bewahren Biedermeierhäuser, Fasan- und Botschaftsviertel großbürgerliche Etagenwohnungen, Erdberg und das Rochusviertel kleinere Kabinettwohnungen. Entsprechend breit ist, was an Keramik anfällt: Biedermeier-Steingut und Fayence aus alten Bürgerhäusern, Majolika und Terrakottabüsten der Gründerzeit aus den großen Wohnungen, Fünfzigerjahre-Vasen aus Gemeindebauten wie dem Rabenhof. Diplomatenhaushalte bringen zudem außereuropäisches Steinzeug und Porzellan von früheren Dienstorten mit, dessen Herkunft wir dokumentieren.

Max Fabiani verkleidete 1899/1900 das Geschäftshaus Portois & Fix in der Ungargasse mit Fliesen, ein frühes Beispiel Wiener Baukeramik der Moderne. Josef Lorenzl, später Entwerfer der Art-déco-Tänzerinnen für Goldscheider, begann als Bildgießer im Arsenal. Franz Barwig schuf die „Goldene Muttergottes“ in St. Othmar unter den Weißgerbern. Im Belvedere hängen Hauptwerke Makarts, zu dessen Raumideal Majolika und Prunkgefäße gehörten; das Hundertwasserhaus von 1983–1985 setzt Fliesen wieder als Fassadenschmuck ein.

Für Fliesen und Kacheln aus einem Umbau brauchen wir die Stückzahl und Fotos einzelner Platten von vorn und hinten, denn rückseitige Stempel nennen oft den Hersteller. Bei Figuren und Vasen genügt ein Bild der Bodenmarke. Die Besichtigung ist kostenlos, auch in Botschaftswohnungen mit Sicherheitsauflagen, für die wir Namen und Kennzeichen vorab melden. Wir zahlen bar oder überweisen den vereinbarten Betrag.

Was in Landstraße häufig auftaucht

  • Jugendstilfliesen aus Umbauten von Gründerzeithäusern – Baukeramik um 1900, Vorbild Portois & Fix in der Ungargasse
  • Terrakottabüsten und Majolika der Gründerzeit – großbürgerliche Wohnungen im Fasan- und Botschaftsviertel
  • Biedermeier-Steingut und Fayencen – Bürgerhäuser in Ungargasse und Landstraßer Hauptstraße
  • Außereuropäisches Steinzeug – Haushalte aus Diplomatie und internationalen Organisationen; Herkunft wird dokumentiert

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 3. Bezirk.

Künstler

35

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

31

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Keramik, Majolika & Fayence

Kaufen Sie auch beschädigte Keramik?

Bei alten Fayencen, seltenen Figuren und Arbeiten bekannter Künstler ja, auch mit Schäden und Restaurierungen. Bei Gebrauchskeramik mindern Chips und Risse den Wert erheblich.

Woran erkenne ich eine echte Picasso-Keramik?

Die Editionskeramiken der Werkstatt Madoura in Vallauris tragen Stempel wie „Madoura Plein Feu“, „Edition Picasso“ oder „Empreinte originale de Picasso“, oft mit Auflagennummer. Das Werkverzeichnis von Alain Ramié dient zum Vergleich von Modell und Auflage.

Kaufen Sie ganze Kachelöfen?

Ja, bei interessanten Öfen aus Historismus, Biedermeier oder Jugendstil und bei einzelnen alten Kacheln. Der Abbau verlangt Erfahrung, da die Kacheln einzeln gelöst und nummeriert werden müssen. Fest eingebaute Öfen in denkmalgeschützten Häusern brauchen eine Bewilligung.

Was sind Mettlacher Krüge?

Bierkrüge der Firma Villeroy & Boch aus Mettlach im Saarland, meist mit Zinndeckel und Reliefdekor oder farbig eingelegtem Dekor. Am Boden tragen sie den eingeprägten Turm der Alten Abtei, Modellnummern und oft eine zweistellige Jahreszahl.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.