Orientalismus im 3. Bezirk, 1030 Wien
Orientalismus auf der Landstraße: Leopold Carl Müller und das Arsenal
Das Belvedere zeigt Bilder von Leopold Carl Müller, der Ägypten malte; das Heeresgeschichtliche Museum im Arsenal verbindet byzantinische und maurische Formen.
Leopold Carl Müller reiste ab den 1870er-Jahren wiederholt nach Ägypten und malte Kairo, Wüste und Marktszenen; das Belvedere bewahrt seine Bilder. Andere Wiener wie Ludwig Deutsch und Rudolf Ernst ließen sich in Paris nieder und malten für den internationalen Markt. Im Arsenal, 1849–1856 errichtet, zeigt das Heeresgeschichtliche Museum von Theophil Hansen und Ludwig Förster orientalisierende Formen. Diplomatische Vertretungen im Botschaftsviertel am Rennweg bringen bis heute Haushalte mit Objekten aus Auslandsposten in den Bezirk.
Orientalistische Malerei, Aquarelle und Grafik, Bronzen aus der Wiener Werkstatt Franz Bergmanns, Teppiche, Messing- und Kupfergerät und Waffen mit orientalischem Dekor gehören zu den typischen Funden aus Landstraßer Wohnungen. Bergmann-Bronzen tragen oft die Marke mit einem B in einer Vase oder die Signatur „Nam Greb“; Bemalung und Feinheit des Gusses entscheiden über die Qualität. Teppiche lassen wir bei Bedarf von Orientteppich Koppensteiner bewerten. Bei Elfenbein, Schildpatt und anderen Tierprodukten klären wir Artenschutz und Nachweise.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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