Otto Wagner im 4. Bezirk, 1040 Wien
Otto Wagner auf der Wieden: die Stadtbahnpavillons am Karlsplatz
1898/99 entwarf Wagner die beiden Stationsgebäude am Karlsplatz – Marmor, grün gestrichenes Eisen und goldene Sonnenblumen für die Stadtbahn.
Am Karlsplatz hielt ab 1899 die Wientallinie der Stadtbahn, und Otto Wagner gab der Station zwei Pavillons: ein Stahlgerüst mit Marmorplatten, grün gestrichenes Eisen, vergoldete Sonnenblumen als Ornament. Beim Bau der U-Bahn in den 1970er-Jahren wurden die Pavillons abgetragen und erhöht wieder aufgestellt; einer dient heute dem Wien Museum als Ausstellungsort. Rundherum stehen Karlskirche, Technische Universität und Haerdtls Museumsbau, jenseits der Bezirksgrenze Künstlerhaus und Musikverein.
Stadtbahn und Karlsplatz gehören zu den häufigsten Motiven der Wiener Ansichtskarte; Karten, Fotografien, Fahrscheine, Pläne und Emailschilder bilden ein eigenes Sammelgebiet. Ansichtskarten datieren wir über Verlagsangabe, Druckart und Stempel, Fotos über Papier und Montierung. Dazu kommen aus großen Wiedner Altbauwohnungen Möbel, Luster und Gemälde der Jahrhundertwende, mitunter Stücke aus dem Umkreis der Wagner-Schule. Für die Zuschreibung zählen Pläne, Rechnungen und Fotos. Die Besichtigung ist kostenlos, die Abholung erfolgt auf Wunsch.
Otto Wagner in anderen Bezirken
Innere Stadt
Postsparkasse am Georg-Coch-Platz (1904–1906 und 1910–1912) und Ankerhaus am Graben 10 (1894/95).
Mariahilf
Wohnhäuser Linke Wienzeile 38 und 40, das „Majolikahaus“ (1898/99).
Neubau
Wohnhäuser Neustiftgasse 40 und Döblergasse 4 (1909–1912), in Döblergasse 4 lag Wagners letzte Wohnung.
Penzing
Kirche am Steinhof (1904–1907) sowie Villa Wagner I und II in der Hüttelbergstraße (1886–1888 und 1912/13).
Hietzing
Hofpavillon der Stadtbahn bei Schönbrunn (1899).
Landstraße
Wohnhäuser am Rennweg 1–5 (1889–1891), Wagner wohnte in Nr. 3.
Döbling
Wehr- und Schleusenanlage am Donaukanal in Nussdorf (1894–1898).
Alsergrund
Entwarf die Stadtbahnstationen an Rossauer Lände und Währinger Straße.
Ottakring
Baute die Stadtbahnbögen und Stationen am Lerchenfelder Gürtel.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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