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Alte Meister im 21. Bezirk, 1210 Wien

Alte Meister in Floridsdorf: Winzerhäuser und Dorfkirchen

Auf Gründen des Stiftes Klosterneuburg angelegt, mit Winzerdörfern im Marchfeld: In Floridsdorf finden sich Andachtsbilder, Heiligenbilder und Erbstücke aus alten Höfen.

Großjedlersdorf, Leopoldau und Stammersdorf waren bis ins 20. Jahrhundert Bauern- und Winzerdörfer; in Stammersdorf und Strebersdorf sind Winzerhäuser mit Presshäusern und gewölbten Kellern erhalten. Daneben stehen Gemeindebauten aller Epochen, Gründerzeithäuser um Am Spitz, Siedlungen und ausgedehnte Kleingartenanlagen. In alten Höfen hängen Heiligenbilder, Andachtsbilder und Bildnisse von Vorfahren, oft seit dem 18. oder 19. Jahrhundert im Haus; in Familien der Belegschaften von Lokomotivfabrik und Lohner-Werken überwiegen Kopien und Drucke.

Altmeister-Biografien führen nicht nach Floridsdorf, wohl aber die Grundherrschaft: Der Ort wurde 1786 auf Gründen des Stiftes Klosterneuburg angelegt und nach Propst Floridus Leeb benannt. Das Stift selbst bewahrt mit dem Babenberger Stammbaum ein Hauptwerk der Malerei um 1490. Aus der Zeit vor der Industrialisierung stammen die Pfarrkirchen von Stammersdorf, Großjedlersdorf und Leopoldau. In Jedlesee erinnert das Gut der Gräfin Erdödy, bei der Beethoven verkehrte, an die Adelssitze am linken Donauufer.

Presshäuser und gewölbte Keller halten Wein, schaden aber Leinwänden: Bilder dort bitte nicht reinigen, sondern trocken auslagern. Bei Verlassenschaften in Winzerhäusern sehen wir bei der kostenlosen Besichtigung Haus, Presshaus und Dachboden gemeinsam an. Für Altarblätter und Heiligenbilder, die aus einer Kapelle oder Kirche stammen könnten, prüfen wir die Herkunft. Das Angebot folgt nach der Prüfung von Bildträger und Malschicht.

Was in Floridsdorf häufig auftaucht

  • Heiligen- und Andachtsbilder – Winzer- und Bauernhäuser in Stammersdorf und Strebersdorf
  • Bildnisse von Vorfahren – alte Höfe in Großjedlersdorf und Leopoldau

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 21. Bezirk.

Künstler

80

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

16

Fragen zu Alte Meister

Kaufen Sie auch Bilder mit Rissen oder Löchern?

Ja, sofern Motiv und Malschicht eine Restaurierung rechtfertigen. Ein Riss in der Leinwand oder eine gesprungene Tafel kommt bei Bildern dieses Alters häufig vor und schließt einen Ankauf nicht aus.

Ist ein unsigniertes Bild weniger wert?

Viele Alte Meister signierten selten, Werkstattbilder blieben grundsätzlich ohne Namen. Entscheidend sind Malqualität, Erhaltung und eine Zuschreibung über Vergleichswerke. Eine später aufgemalte, falsche Signatur schadet einem Bild eher.

Wie wird ein großformatiges Altarbild besichtigt und abgeholt?

Die Besichtigung erfolgt am Standort, auch auf Dachböden oder in Stiegenhäusern. Für den Transport wird das Bild in Decken und Karton verpackt und bei Bedarf aus dem Rahmen genommen. Bei sakralen Bildern wird vorab die Herkunft geklärt.

Was ist eine alte Expertise wert?

Eine Expertise ist so belastbar wie ihr Verfasser und der Forschungsstand zu ihrem Datum. Gutachten aus den 1920er- bis 1960er-Jahren werden heute oft anders beurteilt. Sie fließen in die Bewertung ein, ersetzen aber nicht die Prüfung des Bildes.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.