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Alte Meister im 16. Bezirk, 1160 Wien

Alte Meister in Ottakring: vom Brunnenviertel zum Wilhelminenberg

Weinbauerndorf, Arbeiterbezirk, Villenhang: In Ottakring finden sich Andachtsbilder aus Winzerhäusern, Kopien aus Gemeindebauten und gelegentlich barocke Bildnisse.

Ottakring ist seit dem 12. Jahrhundert als Weinbauerndorf belegt; im Liebhartstal und am Wilhelminenberg stehen ältere Winzer- und Landhäuser mit Kellern. Im 19. Jahrhundert wuchs der Osten zu einem der größten Arbeiterbezirke Wiens, mit kleinen Gründerzeitwohnungen um Brunnenmarkt und Thaliastraße. Nach 1919 folgten Gemeindebauten wie der Sandleitenhof mit rund 1.500 Wohnungen. Alte Gemälde begegnen hier selten als Sammlungen, häufiger als Einzelstücke: ein Heiligenbild aus dem Winzerhaus, eine Landschaftskopie nach niederländischem Vorbild, ein Familienbildnis aus der Zeit um 1800.

Ottakring ist kein Schauplatz von Altmeister-Biografien. Seine ältesten Bilder hängen in den Kirchen: Die Altottakringer Pfarrkirche St. Lambert stammt aus dem Dorf, die Neulerchenfelder Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert – Neulerchenfeld war damals Gasthausvorort vor dem Linienwall und hieß „des Heiligen Römischen Reiches größtes Wirtshaus“. Erzherzog Rainer ließ sich 1903–1908 das Schloss Wilhelminenberg errichten. Seit 1999 zeigt das Festival SOHO in Ottakring Kunst in leerstehenden Geschäftslokalen um Brunnenmarkt und Yppenplatz.

Für Winzer- und Landhäuser am Wilhelminenberg gilt: Bilder aus feuchten Kellern oder Presshäusern nicht reinigen, Schimmel und Schmutz lassen sich nur mit Fachkenntnis abnehmen, ohne die Lasuren zu beschädigen. Senden Sie zuerst Fotos, die Besichtigung ist kostenlos. In Gemeindebauten wie Sandleiten genügt oft ein kurzer Termin für Wohnung und Kellerabteil. Das Angebot folgt nach Prüfung von Bildträger und Malschicht.

Was in Ottakring häufig auftaucht

  • Heiligenbilder und Andachtsbilder – Winzer- und Landhäuser im Liebhartstal
  • Landschaftskopien nach niederländischem Vorbild – Wandschmuck in Gründerzeit- und Gemeindebauwohnungen
  • Familienbildnisse um 1800 – Erbstücke alteingesessener Ottakringer Familien

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 16. Bezirk.

Künstler

80

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

16

Fragen zu Alte Meister

Ist ein unsigniertes Bild weniger wert?

Viele Alte Meister signierten selten, Werkstattbilder blieben grundsätzlich ohne Namen. Entscheidend sind Malqualität, Erhaltung und eine Zuschreibung über Vergleichswerke. Eine später aufgemalte, falsche Signatur schadet einem Bild eher.

Wie wird ein großformatiges Altarbild besichtigt und abgeholt?

Die Besichtigung erfolgt am Standort, auch auf Dachböden oder in Stiegenhäusern. Für den Transport wird das Bild in Decken und Karton verpackt und bei Bedarf aus dem Rahmen genommen. Bei sakralen Bildern wird vorab die Herkunft geklärt.

Was ist eine alte Expertise wert?

Eine Expertise ist so belastbar wie ihr Verfasser und der Forschungsstand zu ihrem Datum. Gutachten aus den 1920er- bis 1960er-Jahren werden heute oft anders beurteilt. Sie fließen in die Bewertung ein, ersetzen aber nicht die Prüfung des Bildes.

Kann ich nur den Rahmen verkaufen?

Ja. Rahmen aus Barock und Régence werden auch ohne Bild gesammelt, weil Händler und Museen passende Fassungen für ihre Bestände suchen. Fotos von Ecke, Profil und Rückseite genügen für eine erste Einschätzung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.