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Textilien, Stickerei & Spitze im 14. Bezirk, 1140 Wien

Textilien aus Penzing: Jugendstilvillen und Gemeindebauwäsche

Koloman Moser entwarf die Glasfenster am Steinhof, Josef Frank einen Gemeindebau in der Sebastian-Kelch-Gasse: Penzing verbindet Jugendstilvillen mit Arbeiterhaushalten.

Zu den Hütteldorfer und Hadersdorfer Villen der Jahrhundertwende gehörten oft Jugendstil-Vorhänge, bestickte Tischdecken und Sofakissen, die mit dem Wechsel des Geschmacks auf den Dachboden wanderten; bei Verlassenschaften tauchen solche Stücke wieder auf. In Breitensee und in den Gemeindebauten rund um die Linzer Straße überwiegen Aussteuer und Haushaltswäsche, gestickte Polster und Häkelarbeiten. Siedlungshäuser und Kleingärten am Wolfersberg ergänzen das mit Bettzeug und Decken aus mehreren Jahrzehnten.

Koloman Moser, der für Backhausen und die Wiener Werkstätte zahlreiche Stoffmuster entwarf, schuf 1904–1907 die Glasfenster der Kirche am Steinhof. Josef Frank baute 1928/29 an der Sebastian-Kelch-Gasse einen Gemeindebau, Jahre bevor seine Stoffdrucke in Schweden entstanden. Otto Wagners Villen an der Hüttelbergstraße und die Kirche am Steinhof machen Penzing zu einem Bezirk des Jugendstils, aus dessen Villen Vorhänge und Möbelstoffe der Zeit stammen können.

Jugendstilstoffe sind oft nur als Reste erhalten, als Kissenbezug, Vorhangbahn oder Futter; auch kleine Stücke lohnen ein Foto, besonders von der Webkante. In den Villen am Wienerwaldrand gehen wir bei der kostenlosen Besichtigung Dachboden, Gartenhaus und Kästen durch. In Breitenseer Gemeindebauwohnungen reicht oft ein kurzer Besuch mit Blick in Wäschekasten und Kellerabteil.

Was in Penzing häufig auftaucht

  • Vorhang- und Möbelstoffe des Jugendstils – Villen der Zeit um 1900 in Hütteldorf und Hadersdorf
  • Stoffe nach Entwürfen von Koloman Moser – Backhausen und Wiener Werkstätte; Zuordnung über Musternummern
  • Aussteuer und Handarbeiten – Gründerzeit- und Gemeindebauwohnungen in Breitensee

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 14. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Wie lagere ich alte Textilien bis zur Besichtigung?

Dunkel, trocken und luftig, am besten in säurefreiem Seidenpapier. Plastiksäcke fördern Stockflecken, Falten an immer derselben Stelle führen zu Brüchen.

Soll ich alte Wäsche und Spitze vor dem Verkauf waschen?

Nein. Waschen, Bleichen und Stärken kann alte Fasern beschädigen und Flecken fixieren. Wir bewerten Textilien in ihrem aktuellen Zustand.

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Kaufen Sie auch einfache Bettwäsche und Tischtücher?

Ja, im Konvolut. Leinenwäsche mit Handstickerei, Damastsätze in voller Zahl und Aussteuerwäsche in gutem Zustand bewerten wir einzeln, einfache Baumwollwäsche gemeinsam.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.