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Textilien, Stickerei & Spitze im 21. Bezirk, 1210 Wien

Textilien aus Floridsdorf: Winzertruhen und Arbeiterhaushalte

Wolfgang Hutter, der Tapisserien für das Burgtheater entwarf, schuf 1959 das Mosaik am Dag-Hammarskjöld-Hof; in Stammersdorfer Truhen liegt handgewebtes Leinen.

In Stammersdorfer und Strebersdorfer Winzerhäusern, wo Presshaus und Kellergewölbe oft erhalten sind, stehen Truhen, in denen Leinen, Tischtücher und Trachtenteile über Generationen weitergegeben wurden. Großjedlersdorf und Leopoldau waren bis ins 20. Jahrhundert Bauerndörfer im Marchfeld, deren Höfe ähnliche Bestände bergen. Entlang der Prager Straße und rund um Am Spitz bewahren Familien aus der Belegschaft der früheren Lokomotivfabrik dagegen Aussteuer und Handarbeiten der Zwischen- und Nachkriegszeit.

Das Mosaik „Abend“ von 1959 am Dag-Hammarskjöld-Hof stammt von Wolfgang Hutter, einem Maler des Phantastischen Realismus, der auch Bühnentextilien für das Burgtheater entwarf; nach ihm heißt seit 2016 der Hutterplatz. Seinen Namen hat der Bezirk von Floridus Leeb, Propst von Klosterneuburg, auf dessen Stiftsgründen der Ort 1786 entstand. Ältere Kirchen stehen in Leopoldau, Großjedlersdorf und Stammersdorf; Kirchentextilien aus diesen Pfarren kaufen wir nur mit belegter Herkunft.

Leinen aus Truhen im Presshaus kann feucht geworden sein; nehmen Sie es bitte nicht heraus, sondern lassen Sie uns die Truhe bei der kostenlosen Besichtigung gemeinsam öffnen. Für Trachten helfen Angaben, aus welchem Ort die Familie stammt. Aus Gemeindebauwohnungen genügen Fotos von Monogrammen, Spitzen im Gegenlicht und Webkanten für eine erste Einschätzung.

Was in Floridsdorf häufig auftaucht

  • Handgewebtes Leinen und Tischtücher in Truhen – Winzerhäuser in Stammersdorf und Strebersdorf
  • Trachtenteile und Schürzen – frühere Bauerndörfer Großjedlersdorf und Leopoldau
  • Aussteuer und Handarbeiten – Gemeindebauten an der Prager Straße und um Am Spitz

Mit Bezug zu Floridsdorf

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 21. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 21. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Wie lagere ich alte Textilien bis zur Besichtigung?

Dunkel, trocken und luftig, am besten in säurefreiem Seidenpapier. Plastiksäcke fördern Stockflecken, Falten an immer derselben Stelle führen zu Brüchen.

Soll ich alte Wäsche und Spitze vor dem Verkauf waschen?

Nein. Waschen, Bleichen und Stärken kann alte Fasern beschädigen und Flecken fixieren. Wir bewerten Textilien in ihrem aktuellen Zustand.

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Kaufen Sie auch einfache Bettwäsche und Tischtücher?

Ja, im Konvolut. Leinenwäsche mit Handstickerei, Damastsätze in voller Zahl und Aussteuerwäsche in gutem Zustand bewerten wir einzeln, einfache Baumwollwäsche gemeinsam.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.