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Textilien, Stickerei & Spitze

Klöppelspitzen aus Flandern und der Monarchie

Mit Klöppeln auf einem Kissen geflochtene Spitze aus Flandern, Frankreich, dem Erzgebirge und der Monarchie.

Klöppelspitze entsteht, indem Fäden auf Holzspulen, den Klöppeln, über einem Kissen nach einem Musterbrief geflochten und mit Nadeln fixiert werden. Berühmte Zentren waren Brüssel, Mecheln und Valenciennes in Flandern, im deutschsprachigen Raum das Erzgebirge und in der Monarchie Idrija, wo 1876 eine Klöppelschule gegründet wurde. Wien förderte ab dem späten 19. Jahrhundert mit staatlichen Kursen die Spitzenherstellung in den Kronländern. Klöppelspitze wurde für Kragen, Manschetten, Taschentücher, Taufkleider, Altardecken und Tischwäsche verwendet.

Entscheidend sind Feinheit des Fadens, Herkunft, Alter, Musterqualität und Erhaltung. Breite Spitzenbahnen des 18. Jahrhunderts aus Flandern sind selten, Erzgebirgische Spitze des 19. und 20. Jahrhunderts häufiger. Löcher, Risse und eingerissene Fäden lassen sich nur von Spezialistinnen reparieren. Wir unterscheiden Klöppelspitze von Nadel- und Maschinenspitze und bewerten Spitzensammlungen mit Herkunftsangaben einzeln. Musterbriefe, Klöppel und Kissen aus dem Nachlass einer Klöpplerin sind eigene Sammelobjekte.

Woran man es erkennt

  • Brüssel, Mecheln, Valenciennes
  • Idrija und Erzgebirge
  • Kragen, Manschetten, Taschentücher
  • Musterbriefe und Klöppel
  • Abgrenzung zu Maschinenspitze

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.