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Textilien, Stickerei & Spitze im 12. Bezirk, 1120 Wien

Textilien aus Meidling: Modeschule Hetzendorf und Heimschneiderei

Im Schloss Hetzendorf wird Mode unterrichtet, in Meidlinger Wohnungen standen Nähmaschinen von Singer und Pfaff – Stoffe, Schnittmuster und Handarbeit liegen hier nahe beieinander.

Nähmaschinen, Schnittmusterbögen und Kisten mit Stoffresten gehören in Meidling zu den regelmäßigen Funden, denn in vielen Haushalten wurde selbst geschneidert. Im Fuchsenfeldhof oder im Bebelhof liegen neben der Maschine oft Stoffe aus drei Jahrzehnten, Garnrollen, Knopfdosen und halbfertige Arbeiten. Aus den alten Häusern in Altmannsdorf und Hetzendorf, die schon vor der Eingemeindung von 1892 standen, kommen dagegen Leinenwäsche und bestickte Tücher bäuerlicher Herkunft.

Im Schloss Hetzendorf, von Nikolaus Pacassi für Maria Theresia ausgebaut, unterrichtet heute die Modeschule der Stadt Wien; aus ihrem Umfeld können Entwürfe, Musterstoffe und Kleider stammen. In der Siedlung Hoffingergasse, an der Josef Frank 1921–1924 mitplante, verbindet sich der Bezirk mit jenem Architekten, dessen Stoffdrucke mit Pflanzen- und Vogelmotiven heute gesammelt werden. Meidlinger Garderoben der 1950er- bis 1970er-Jahre enthalten zudem Hüte und Handtaschen.

Stoffreste sind meist Alltagsware, doch ein Stück mit Namenszug auf der Webkante, etwa von Backhausen, Haas oder Haus & Garten, kann sich darunter finden; fotografieren Sie Webkanten deshalb einzeln. Schnittmuster und Modezeitschriften bleiben am besten als Konvolut beisammen. Bei der kostenlosen Besichtigung in Altmannsdorf und Hetzendorf öffnen wir Truhen und Dachboden, im Gemeindebau das Kellerabteil.

Was in Meidling häufig auftaucht

  • Schnittmuster, Modezeitschriften und Schneiderzubehör – Heimschneiderei und Modeschule Hetzendorf
  • Kleider, Hüte und Handtaschen der 1950er- bis 1970er-Jahre – Garderoben aus Gemeindebauwohnungen
  • Leinenwäsche und bestickte Tücher – alte Häuser in Altmannsdorf und Hetzendorf

Mit Bezug zu Meidling

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 12. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 12. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Kaufen Sie Messgewänder und Kirchentextilien?

Ja, wenn die Herkunft geklärt ist, etwa bei Paramenten aus Familienbesitz oder aus einer dokumentierten Veräußerung einer Pfarre. Ohne geklärte Provenienz kaufen wir kirchliche Textilien nicht an.

Wie lagere ich alte Textilien bis zur Besichtigung?

Dunkel, trocken und luftig, am besten in säurefreiem Seidenpapier. Plastiksäcke fördern Stockflecken, Falten an immer derselben Stelle führen zu Brüchen.

Soll ich alte Wäsche und Spitze vor dem Verkauf waschen?

Nein. Waschen, Bleichen und Stärken kann alte Fasern beschädigen und Flecken fixieren. Wir bewerten Textilien in ihrem aktuellen Zustand.

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.