Künstler: Design 20. Jh.
Karl Schwanzer
Architekt, Designer, 1918–1975, Wien – Wien
Architekt des Österreich-Pavillons der Expo 58, des daraus entstandenen 20er Hauses, des Philips-Hauses und des BMW-Vierzylinders in München.
Karl Schwanzer studierte ab 1937 an der Technischen Hochschule Wien und promovierte 1942. 1947 eröffnete er ein eigenes Atelier in Wien und assistierte 1947–1951 in der Klasse von Oswald Haerdtl an der Akademie für angewandte Kunst. 1959 wurde er Professor an der Technischen Hochschule und leitete das Institut für Gebäudelehre und Entwerfen; 1967 eröffnete er ein zweites Atelier in München. Er gründete das Österreichische Institut für Formgebung mit. 1975 nahm er sich in Wien das Leben.
Für die Weltausstellung Brüssel 1958 baute Schwanzer den österreichischen Pavillon als Stahlskelettbau; im Schweizergarten wiedererrichtet, wurde er als 20er Haus zum Museum. Es folgten das Philips-Haus auf dem Wienerberg (1962–1964), das WIFI in St. Pölten und das BMW-Hochhaus in München mit vier gerundeten Zylindern um einen Kern. Schwanzer entwarf auch Möbel, Leuchten und Gebrauchsgegenstände. Das 20er Haus wurde 2011 als 21er Haus wiedereröffnet und heißt heute Belvedere 21.
Möbel und Leuchten nach Schwanzer wurden meist für bestimmte Bauten gefertigt und tragen selten seinen Namen; Herkunft und Herstellerzeichen sind die Kriterien. Ausstattungsteile aus dem Pavillon oder dem Philips-Haus sind über Fotos der Bauzeit zu vergleichen. Publikationen des Instituts für Formgebung und Kataloge der Expo 58 sind Quellen und Sammelobjekte.
Epochen & Stile
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