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Wiener Bronzen im 6. Bezirk, 1060 Wien

Wiener Bronzen in Mariahilf: Jugendstil an der Wienzeile

Otto Wagners Majolikahaus und Medaillonhaus, hohe Räume an der Wienzeile, Werkstatthöfe in Gumpendorf: Hier finden sich Figurenlampen, Jugendstil-Bronzen und Gebrauchsstücke.

Hohe Gründerzeitwohnungen an der Mariahilfer Straße, an der Gumpendorfer Straße und entlang der Linken Wienzeile tragen oft noch Luster und große Spiegel des Historismus, dazu Lampen mit Bronzefiguren auf Kommoden und Konsolen. Am Magdalenengrund und in Gumpendorf haben sich niedrige Biedermeierhäuser erhalten, deren Hoftrakte einst Seidenweber, Drechsler und Tischler nutzten; aus den Werkstätten blieben Werkzeug und Musterbücher, aus den Wohnungen Rauchgarnituren und Tischglocken. Umgebaute Ateliers unter dem Dach enthalten zudem Bestände von Grafikern und Architekten.

An der Linken Wienzeile setzte Otto Wagner 1898/99 zwei Häuser nebeneinander: das Majolikahaus mit Blütenranken nach Alois Ludwig und das Medaillonhaus, für das Koloman Moser die vergoldeten Medaillons entwarf. In diesem floralen Jugendstil gestaltete auch Gustav Gurschner seine Lampen und Damenfiguren. Mit dem Raimundtheater und dem Theater an der Wien, dessen Papagenotor an Schikaneder erinnert, ist Mariahilf ein Theaterbezirk; Bronzen mit Tänzerinnen und Bühnenfiguren werden oft gemeinsam mit Theaterzetteln und Rollenporträts gesammelt.

Eine Figurenlampe an der Wienzeile ist oft fest montiert oder hängt an alten Leitungen; die Abnahme stimmen wir vor dem Termin mit Ihnen ab. Die Stiegenhäuser der Biedermeierhäuser in Gumpendorf sind eng, schwere Marmorsockel tragen wir deshalb getrennt. Samstags bietet der Flohmarkt bei der Kettenbrückengasse, knapp jenseits der Bezirksgrenze, viele Nachgüsse an; Fotos von Signatur und Unterseite helfen, Ihr Stück davon abzugrenzen.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Jugendstil-Figurenlampen von Gustav Gurschner und Zeitgenossen – hohe Räume an der Wienzeile
  • Tänzerinnen und Damenfiguren – Theaterbezirk mit Theater an der Wien und Raimundtheater
  • Rauchgarnituren und Tischglocken – Haushalte in Gumpendorfer Biedermeierhäusern

Mit Bezug zu Mariahilf

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 6. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Künstler

22

Manufakturen & Marken

6

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

10

Fragen zu Wiener Bronzen

Ich habe eine ganze Vitrine voller kleiner Tiere – lohnt sich eine Besichtigung?

Ja. Sammlungen enthalten oft seltene Miniaturen und Gruppen, die einzeln kaum auffallen. Bei der Besichtigung wird jedes Stück geprüft, das Angebot kann die Sammlung oder einzelne Figuren umfassen.

Sind Figuren mit Elfenbeingesicht verkäuflich?

Nur, wenn die gesetzlichen Ausnahmen und Nachweise für Elfenbein vorliegen. Häufig bestehen solche Teile aus Bein oder Kunststoff, was bei der Besichtigung geklärt wird.

Woran erkenne ich eine echte Wiener Bronze?

An Gewicht, scharfer Ziselierung, mehrschichtiger Kaltbemalung und an der Unterseite mit Gewinden, Muttern und eingeschlagenen Marken. Nachgüsse sind leichter, glatter lackiert und weicher in den Details. Ein Foto der Unterseite hilft bei der Einschätzung.

Meine Figur hat keine Marke – ist sie trotzdem echt?

Das ist gut möglich, denn viele Wiener Bronzen sind ungemarkt, weil Werkstätten für Händler arbeiteten oder kleine Stücke keinen Platz boten. Entscheidend sind Guss, Ziselierung und Bemalung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.