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Grammophone, Radios, Kameras & Technik im 6. Bezirk, 1060 Wien

Kameras und Nähmaschinen aus Mariahilf: Ateliers und Schneiderei

Fotografen arbeiten in Dachateliers in Gumpendorf, Schneiderinnen nähten für die Mariahilfer Straße: Mariahilf bewahrt Atelierkameras, Vergrößerer und Nähmaschinen.

In den Dach- und Hofateliers von Gumpendorf und am Magdalenengrund arbeiteten und arbeiten Fotografen, Grafiker und Architekten. Aus solchen Ateliers stammen Laufbodenkameras, Atelierkameras auf schweren Stativen, Vergrößerungsgeräte, Objektive und Belichtungsmesser. Schneiderateliers zwischen Gumpendorfer und Mariahilfer Straße hinterließen Nähmaschinen von Singer und Pfaff, teils im gusseisernen Tischgestell. In den großbürgerlichen Wohnungen an der Linken Wienzeile stehen Grammophone und Musiktruhen, dazu Schellackplatten mit Operettenaufnahmen.

Im Theater an der Wien wurde 1905 Franz Lehárs „Die lustige Witwe“ uraufgeführt; Operettenmelodien aus diesem Haus und aus dem Raimundtheater füllten in den folgenden Jahrzehnten unzählige Schellackplatten. Emilie Flöge und ihre Schwestern führten ihren Modesalon in der Casa Piccola am Beginn der Mariahilfer Straße; er steht für die Schneiderkultur der Wiener Moderne. Seidenweber, Färber, Drechsler und Tischler machten Gumpendorf lange zu einem Gewerbeviertel, und Werkstatttechnik blieb dort bis ins 20. Jahrhundert in Gebrauch.

Atelierkameras und Vergrößerer sind schwer und sperrig; viele Hofateliers erreicht man nur über eine Durchfahrt und eine Hofstiege ohne Lift, deshalb klären wir den Weg vorab. Objektive fotografieren Sie bitte gegen das Licht, damit wir Kratzer, Trübungen oder Pilzbefall erkennen. Nähmaschinen im Tischgestell bauen wir, wenn nötig, in Oberteil und Gestell auseinander. Schellackplatten mit Operetten lassen Sie bitte in ihren Alben.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Laufboden- und Atelierkameras, Vergrößerer und Objektive – Fotografenateliers in Gumpendorf und am Magdalenengrund.
  • Nähmaschinen von Singer und Pfaff im Tischgestell – Schneiderateliers und Modesalons des Bezirks.
  • Schellackplatten mit Operettenaufnahmen – Theater an der Wien und Raimundtheater.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Künstler

5

Manufakturen & Marken

23

Epochen & Stile

6

Materialien, Techniken & Punzen

8

Fragen zu Grammophone, Radios, Kameras & Technik

Darf ich ein altes Röhrenradio zum Testen einschalten?

Bitte nicht. Kondensatoren altern und können beim Einschalten Netzteil und Transformator zerstören, im schlimmsten Fall entsteht ein Brand. Für die Bewertung brauchen wir das Gerät nicht in Betrieb; der Originalzustand ist wichtiger als die Funktion.

Mein Grammophon hat einen großen Messingtrichter – ist es alt?

Nicht unbedingt. Viele Grammophone mit Messingtrichter sind Nachbauten aus Indien, die seit den 1990er-Jahren als Dekoration verkauft werden. Echte Trichtergrammophone zeigen gealterte Holzgehäuse, solide Federwerke und Schalldosen mit Herstellerprägung.

Kaufen Sie Schellackplatten?

Ja, vor allem Sammlungen mit Oper, Operette, Wienerlied, Jazz und Tanzmusik in gutem Zustand. Gebrochene und stark abgespielte Platten haben meist keinen Wert. Originale Hüllen und Alben bewerten wir mit.

Haben alte Kameras noch Wert?

Das hängt stark von Marke und Modell ab. Leica, Contax, Rolleiflex, Hasselblad und gute Objektive sind gesucht, viele einfache Sucher- und Kompaktkameras dagegen kaum. Fotos von Gehäuse, Seriennummer und Objektiv reichen für eine erste Einschätzung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.