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Wiener Bronzen im 11. Bezirk, 1110 Wien

Wiener Bronzen in Simmering: Bildhauer, Steinmetze, Zentralfriedhof

Edmund Hellmers Grabmäler für Hans Makart und Hugo Wolf, Arthur Strassers Relief in der Friedhofskirche: Rund um den Zentralfriedhof arbeiteten Bildhauer und Steinmetze.

Entlang der Simmeringer Hauptstraße stehen Gemeindebauten neben alten Dorfhäusern mit Hoftrakten, etwa in Altsimmering; gegen Süden und Osten folgen Gärtnereien und Einfamilienhäuser. Beim Zentralfriedhof ließen sich Steinmetzbetriebe, Bildhauer und Bestatter nieder; aus ihrem Umfeld stammen Kleinbronzen, Gipsmodelle und Werkstattreste. Arbeiterfamilien aus Gaswerk und Waggonbau besaßen eher Gebrauchsbronzen – Aschenschalen, Zündholzhalter, Tierfiguren –, die heute in Siedlungshäusern auf Dachböden und in Kellern liegen.

Edmund Hellmer ist am Zentralfriedhof mit den Grabmälern Hans Makarts von 1889 und Hugo Wolfs von 1904 vertreten, Arthur Strasser mit dem Grablegungsrelief in der Friedhofskirche zum hl. Karl Borromäus. Diese Kirche, ursprünglich Karl-Lueger-Gedächtniskirche, baute Max Hegele als Kuppelbau des späten Jugendstils. Die Alten Arkaden mit Gruftanlagen, Mosaiken und Bronzen des Historismus bilden eine Vergleichssammlung unter freiem Himmel, an der sich Patina, Guss und Ziselierung ablesen lassen.

Aus Nachlässen von Steinmetz- und Bildhauerbetrieben übernehmen wir Bronzen, Gipse und Modelle gemeinsam; bitte trennen Sie nichts vorab, da Modell und Guss zusammen mehr über ein Werk verraten. Bei Grabschmuck klären wir, woher er stammt. In Siedlungshäusern in Kaiserebersdorf oder am Leberberg sichten wir Keller und Dachboden mit Ihnen; Fotos der Signaturen auf Sockel und Rückseite sind für die Ersteinschätzung am hilfreichsten.

Was in Simmering häufig auftaucht

  • Kleinbronzen und Gipsmodelle – Bildhauer- und Steinmetzbetriebe am Zentralfriedhof
  • Jugendstil-Bronzen – Formenwelt der Friedhofskirche von Max Hegele
  • Aschenschalen und Tierfiguren – Arbeiterhaushalte aus Gaswerk und Waggonbau

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 11. Bezirk.

Künstler

22

Manufakturen & Marken

6

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

10

Fragen zu Wiener Bronzen

Was bedeutet die Signatur „Namgreb“?

„Namgreb“ ist die rückwärts gelesene Form von Bergman. Die Werkstatt verwendete sie vor allem für erotische Klappfiguren, bei denen sich ein Mantel oder Gehäuse öffnen lässt.

Kaufen Sie auch beschädigte Wiener Bronzen?

Ja, sofern Motiv und Ausführung stimmen. Abgebrochene Teile sollten aufbewahrt werden, da sie fachgerecht wieder befestigt werden können. Fehlende Teile mindern je nach Motiv unterschiedlich stark.

Ich habe eine ganze Vitrine voller kleiner Tiere – lohnt sich eine Besichtigung?

Ja. Sammlungen enthalten oft seltene Miniaturen und Gruppen, die einzeln kaum auffallen. Bei der Besichtigung wird jedes Stück geprüft, das Angebot kann die Sammlung oder einzelne Figuren umfassen.

Sind Figuren mit Elfenbeingesicht verkäuflich?

Nur, wenn die gesetzlichen Ausnahmen und Nachweise für Elfenbein vorliegen. Häufig bestehen solche Teile aus Bein oder Kunststoff, was bei der Besichtigung geklärt wird.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.