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Militaria, Orden & Uniformen im 6. Bezirk, 1060 Wien

Militaria aus Mariahilf: von 1809 bis zum Ersten Weltkrieg

In Gumpendorf erlebte Joseph Haydn 1809 die französische Besetzung. Mariahilfer Haushalte bewahren Militaria von der Napoleonzeit bis zur k. u. k. Armee.

Hoch und weitläufig sind die Straßenwohnungen über dem Naschmarkt und an der Gumpendorfer Straße, die Biedermeierhäuser am Magdalenengrund und in Gumpendorf dagegen eng, mit Hofwohnungen und früheren Werkstätten. Beide Wohnformen bringen Militaria in unterschiedlicher Gestalt: großbürgerliche Haushalte Offizierssäbel mit Portepee, Ordensdekorationen und Porträts im Waffenrock, Handwerkerfamilien Mannschaftsfotos, Tapferkeitsmedaillen und Dienstbücher. Werkzeug und Musterbücher aus aufgelassenen Werkstätten liegen oft im selben Kasten wie das Militärdokument des Urgroßvaters.

Joseph Haydn wohnte ab 1797 im heutigen Haydnhaus in der Haydngasse und starb dort am 31. Mai 1809, knapp drei Wochen nach dem Einmarsch der französischen Truppen. Grafiken und Erinnerungsstücke aus der Napoleonzeit, etwa Darstellungen der Beschießung Wiens im Mai 1809, sind ein eigenes Sammelgebiet. Die Mariahilfer Straße führt als alte Ausfallstraße Richtung Schönbrunn und zur Schmelz, wo die Garnison ihre Paraden abhielt. Der Flakturm im Esterházypark von 1943/44 dient heute als Haus des Meeres.

Offizierssäbel und Bajonette sind Blankwaffen und können ohne Weiteres verkauft werden; Schusswaffen dagegen vermitteln wir an befugte Waffenhändler. Bei Uniformen aus hohen Wohnungen an der Wienzeile genügt ein Foto auf dem Kleiderbügel, dazu Knöpfe und Kragen in Nahaufnahme. Wir sehen die Stücke kostenlos vor Ort an, auch wenn Sie die Wohnung gerade räumen.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Grafik und Andenken der Napoleonzeit – französische Besetzung 1809, Haydns letzte Wochen in Gumpendorf
  • Offizierssäbel mit Portepee und Porträts im Waffenrock – großbürgerliche Wohnungen an der Wienzeile
  • Dienstbücher und Mannschaftsfotos – Handwerkerfamilien in Gumpendorf und am Magdalenengrund

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

8

Epochen & Stile

5

Materialien, Techniken & Punzen

4

Fragen zu Militaria, Orden & Uniformen

Wie bewerten Sie einen Militärnachlass?

Wir sichten Orden, Urkunden, Uniformen, Fotos und Dokumente vollständig, halten Zusammenhänge fest und machen ein Angebot für die Gruppe oder einzelne Stücke. Familienpapiere ohne Sammlerwert geben wir selbstverständlich zurück.

Woran erkenne ich, ob ein Orden echt ist?

Hinweise sind Herstellerangabe, Punzen, Qualität des Emails, Gewicht und Aufhängung. Weil auch gute Kopien existieren, prüfen wir jedes Stück mit Lupe, Waage und Vergleichsstücken aus der Fachliteratur.

Soll ich Orden und Medaillen reinigen?

Nein. Reinigung beschädigt Email, Vergoldung und Patina und mindert den Wert. Lassen Sie auch die Bänder an den Stücken.

Ist eine Tapferkeitsmedaille aus dem Ersten Weltkrieg wertvoll?

Das hängt von Klasse, Kaiserbildnis, Material und Erhaltung ab. Goldene Tapferkeitsmedaillen und die Offiziers-Tapferkeitsmedaille sind selten, bronzene häufiger. Mit Verleihungsdokument und Foto des Trägers steigt der Wert.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.